Wortgefecht der beiden Kandidaten

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Fellheim | sar | Nachdem sich neben Alfred Grözinger auch Erwin Böckeler für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters zur Verfügung gestellt hatte, endete die Nominierungsversammlung vor wenigen Wochen mit dem Ergebnis, dass kein Bürgermeisterkandidat offiziell nominiert wird (wir berichteten).

Die Fellheimer bekommen bei der Kommunalwahl deshalb einen Blanko-Wahlzettel und müssen den Namen ihres gewünschten Kandidaten handschriftlich darauf eintragen.

Während einer Wahlversammlung im fast vollbesetzten Saal der Illertalhalle stellten sich die beiden Bewerber nun den kritischen Fragen der Bürger.

Während seiner Vorstellung ging Grözinger darauf ein, dass die Bürger von ihm zunächst die Erfüllung von Pflichtaufgaben (Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung) wie auch bauliche Aufgaben im Rahmen der Dorferneuerung (Sanierung der Illertalhalle, Umnutzung der Synagoge, Neu- und Umgestaltung der Ortsdurchfahrt) erwarten könnten. Zudem will sich der Architekt für bessere Einkaufsmöglichkeiten, eine verbesserte öffentliche Verkehrsanbindung und mehr Arbeitsplätze einsetzen.

Im Anschluss daran kam es bereits zu einem ersten Wortgefecht der beiden Kandidaten. Erwin Böckeler warf seinem Kontrahenten vor, die Vorstellung für politischen Wahlkampf missbraucht zu haben: 'Dies war so nicht vereinbart.' Die Rechtfertigung Grözingers und der Applaus der Zuhörerschaft machten deutlich, dass sehr wohl Interesse an politischen Botschaften bestand. Dem kam dann auch Böckeler nach, der einen soliden Haushalt, verbunden mit dem Erhalt der politischen Handlungsfähigkeit, in den Vordergrund stellte.

Im Hinblick auf die Verbesserung der Einnahmensituation will der selbstständige Unternehmer die Ansiedlung von Gewerbe in den Mittelpunkt seiner Bemühungen rücken und damit die Gewerbesteuereinnahmen in die Höhe treiben.

Mehrere Fragen zielten auf den geplanten Kiesabbau bei Niederrieden ab. Beide Bewerber sprachen sich strikt dagegen aus. Grözinger bestätigte aber auch, dass es nicht einfach werde, das Vorhaben abzuwenden. 'Leider ist die Vorbehaltsfläche bereits im Regionalplan festgeschrieben', fügte er an. Nach dem Stellenwert der Dorferneuerung erkundigte sich Ellen Neuschel. 'Wir haben volles Programm', erläuterte Böckeler und führte die Judengasse samt Synagoge als 'erhaltenswertes Alleinstellungsmerkmal' an. Oberste Priorität hat die Dorferneuerung auch für Grözinger. Er gab aber auch zu bedenken, dass die 1,4 Kilometer lange Ortsdurchfahrt wohl den Großteil des Zuschusses (rund 900 000 Euro) samt der entsprechenden Co-Finanzierung durch die Gemeinde verschlingen werde. Deshalb solle man sich nicht nur auf bauliche Maßnahmen konzentrieren, sondern auch Projekte zur Förderung des Zusammenhalts in der Dorfgemeinschaft auf den Weg bringen.

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