Kunst
Wolkenhaus in der Kaufbeurer Fußgängerzone polarisiert

Seit Anfang Juni steht am Salzmarkt ein Glashaus. Damit hatten die Kaufbeurer nun einige Monate Zeit, sich mit dieser Installation vertraut zu machen. Ein Kunstwerk, auf das Wesentliche reduziert: Betonsockel, Glaswände, Solarkollektoren für die Beleuchtung und zusammengeknüllte Folie.

Damit sich dieses Mobile aus Aluwolken bewegt, bedarf es lediglich Wind und Licht. So weit die Idee des Künstlers Ulrich Vogl. Der spricht von einer 'Traummaschine', die den Betrachter in eine andere als die materielle Sphäre heben soll.

Doch das Werk des gebürtigen Kaufbeurers ist nicht unumstritten, entzweite schon die Lokalpolitik. Gegen 13 Stimmen hatte sich die Stadtratsmehrheit im vergangenen Jahr für das Kunstwerk mitten in der Fußgängerzone ausgesprochen. Seit der Aufstellung gab es einige Missmutsbekundungen. Das ein oder andere Phallussymbol, bemerkt der städtische Kulturabteilungsleiter Günther Pietsch, und andere Schmierereien. 'Echte Aggression haben wir aber noch nicht wahrgenommen.' Zuletzt krakelten Unbekannte während des vergangenen Wochenendes auf den Sockel. 'Ist das Kunst?', war dort unter anderem zu lesen.

Die Antwort liegt im Auge des Betrachters. Sinngemäß ist das die Auffassung des Urhebers, der in Berlin lebt. Vogl selbst räumt ein: 'Wenn Kunst im öffentlichen Raum an- und aufregen soll, dann ist das mit dem Wolkenhaus hervorragend gelungen.'

Den ganzen Bericht über das Kunstobjekt finden Sie in der Allgäuer Zeitung (Kaufbeuren) vom 27.09.2014 (Seite 37).

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