Maierhöfen
Wolfsrudel lädt erstmals zum Narrensprung

In ihrer achtjährigen Geschichte wird es mit Abstand das größte Ereignis: Die Narrenzunft Wolfsrudel Maierhöfen veranstaltet am 23. Januar erstmals einen Narrensprung in der Argentalgemeinde. Die 40 Aktiven und 25 Passiven der Zunft sind seit Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Mit dem Zunftmeister Ralph Mösle sprach unser Mitarbeiter Olaf Winkler über das anstehende Großereignis.

Am 23.Januar findet in Maierhöfen erstmals ein Narrensprung statt. Wie kam es dazu?

Ralph Mösle: Wir werden immer wieder von anderen Zünften zu deren Umzügen eingeladen. Und von dort kam die Nachfrage, wann es denn endlich auch einmal in Maierhöfen eine solche Veranstaltung gibt. Nach der letzten Fasnachtssaison haben wir in der Zunft dann beschlossen, dass es 2010 endlich soweit sein soll.

Wer nimmt alles an dem Narrensprung teil?

Mösle: Es werden 40 Gruppen kommen. Davon vier aus Maierhöfen (zwei Gruppen aus der Grundschule, Frauenbund und Musikkapelle). Die anderen Zünfte kommen unter anderem aus Wolfegg, Scheidegg, Wangen, Bad Wurzach, Aichstetten, Grünkraut, Isny, Tettnang, Kimratshofen, Hergensweiler und Weißensberg.

Die Zuschauer werden vor allem Musikgruppen und Maskenträger, aber auch einige Wägen sehen. Insgesamt rechnen wir mit 2000 Aktiven, die den Narrensprung gestalten. Wir selbst können nicht mitlaufen, wir sind natürlich alle voll beschäftigt mit der Organisation.

So etwas hat es in Maierhöfen ja noch nie gegeben

Mösle: ja, das ist Premiere. Bislang fand jedes Jahr nur ein Kinder- und Dorffasching statt. Da waren vielleicht einmal 200 Leute auf der Straße.

Und diesmal kommen auch noch jede Menge Zuschauer hinzu

Mösle: Das hoffen wir. Deshalb machen wir im gesamten Raum seit Jahresanfang aktiv Werbung. Die eingeladenen Zünfte haben das natürlich schon länger auf ihrem Terminkalender.

Was steckt da an Logistik dahinter?

Mösle: Wir haben ein wenig Erfahrung durch unseren Christmas-Rock, den wir siebenmal veranstaltet haben. Da hatten wir immer rund 600 Besucher. Diesmal kommen zur Halle noch zwei Zelte und das Feuerwehrhaus dazu. Hier spielt sich das närrische Treiben nach dem Straßenumzug ab. Außerdem unterstützen uns alle örtlichen Vereine. Sie übernehmen unter anderem den Verkauf von Essen und Trinken auf der Straße, die Feuerwehr regelt den Verkehr, die Musikkapelle spielt. Ohne diese Unterstützung wäre diese Veranstaltung nicht möglich.

Im Herbst haben wir uns schon mit den anderen Vereinen besprochen und alle waren sofort mit Begeisterung dabei. Auch Bürgermeister Martin Schwarz hat uns tatkräftig unterstützt, in dem er sich um die nötigen Genehmigungen gekümmert hat. Auch eine Sitzung mit der Polizei in Lindenberg fand statt. Die Zünfte kommen alle mit Bussen. Für die Zuschauer werden Parkplätze eingerichtet und ausgewiesen. In diesem Punkt sind wir sehr vom Wetter abhängig und hoffen, dass es bis dahin nicht taut.

Wie finanziert sich die Veranstatung?

Mösle: Das Ganze ist natürlich ein kleines Risiko, weil es unsere erste Veranstaltung dieser Art ist. Die Kosten für GEMA, Werbung und Plaketten sind sehr hoch. Aber wir hoffen, durch den Verkauf der Plaketten an die Zuschauer (drei Euro) und die Bewirtung in der Halle sowie in beiden Zelten am Ende kostendeckend zu wirtschaften. Den Plakettenverkauf am Rand des Umzugsweges übernimmt für uns die Narrenzunft Wolfegg.

Ist es denkbar, dass sich Maierhöfen zu einer Narrenhochburg entwickelt?

Mösle: Wir spüren schon, dass die Leute im Dorf alle gespannt auf die Veranstaltung sind und sich darauf freuen. Wenn es ein Erfolg wird, ist eine Wiederholung aller zwei Jahre denkbar. 2012 feiern wir ja auch unser 11-jähriges Jubiläum.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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