Wohngeld: Es ist Besserung in Sicht

Buchloe/Ostallgäu | zds | Anfang Juli hat die Wohngeldnovelle den Bundesrat passiert. Damit kann laut Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee «die dringend notwendige Anpassung des Wohngeldes an die stark gestiegenen Wohnkosten wie geplant zum Jahresbeginn erfolgen». Von derzeit durchschnittlich rund 90 auf rund 140 Euro im Monat steigt die Unterstützung. Im Landkreis Ostallgäu waren laut den Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung zum Jahreswechsel insgesamt 542 Haushalte auf Wohngeld angewiesen, neun Haushalte weniger als im Vorjahr.

Mit dem Wohngeld unterstützt der Staat diejenigen, deren Einkommen nicht ausreicht, um angemessen wohnen zu können - gleichgültig, ob sie Miete zahlen oder ein eigenes Häuschen besitzen. Alle anderen Städte und Landkreise Bayerns hinzugerechnet, gab es zum Stichtag am 31. Dezember 2007 in Bayern rund 49700 Empfänger von Wohngeld. Zum zweiten Mal in Folge verringerte sich somit die Empfängerzahl um rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit rund 47 Prozent sind mittlerweile fast die Hälfte der Wohngeldempfänger in Bayern Rentner.

Aus der Wohngeldstatistik gefallen sind seit Januar 2005 - aufgrund der gesetzlichen Neuregelungen - unter anderem die Empfänger von Arbeitslosengeld II, von Hilfe zum Lebensunterhalt, von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie von Asylbewerberleistungen. Deren angemessene Unterkunftskosten werden seitdem im Rahmen der jeweiligen Sozialleistung berücksichtigt.

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten, den es auf Antrag als Mietzuschuss für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers oder als Lastenzuschuss für den Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung gibt. Wie hoch er ausfällt, ist abhängig vom Haushaltseinkommen, von der Haushaltsgröße und dem örtlichen Mietniveau. Im Landkreis Ostallgäu wurden vergangenes Jahr insgesamt 906000 Euro an Wohnkostenzuschuss ausgegeben, rund 6,74 Euro pro Kopf.

Von den hiesigen 542 Wohngeldempfängern bekamen die meisten das Geld für die Miete: insgesamt 435 (80,3 Prozent) erhielten einen Mietzuschuss von im Schnitt rund 83 Euro. Einen Lastenzuschuss bekamen nur 107 Haushalte. Sie erhielten im Schnitt rund 101 Euro. Damit benötigten vergangenes Jahr umgerechnet vier von 1000 Einwohnern einen Zuschuss zu den Wohnkosten.

Insgesamt reicht die Spanne bayernweit von 1,3 Wohngeldempfängern je 1000 Einwohner (Landkreis München) bis hin zu 12,2 Empfängern je 1000 Einwohner (Stadt Rosenheim). Durch die von Tiefensee angestoßene Reform erhöht sich das Wohngeld ab 2009 für die jetzigen Wohngeldbezieher von derzeit im Durchschnitt rund 90 auf rund 140 Euro pro Monat.

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