Innenstadt
Wohnen und Kaufen rund um Poststraße

Als letzter Teil der Innenstadt wird das Gebiet um Jahn- und Poststraße, Birkenweg und Gschwender Straße in das Sanierungsgebiet Innenstadt aufgenommen. Der Stadtentwicklungsausschuss votierte einstimmig für die dafür nötige vorbereitende Untersuchung. Diese bildet die Grundlage für die Sanierungssatzung, eine Art Bebauungsplan.

Hohe Abschreibung für Investoren

Stadtbaumeister Peter Münsch erinnerte daran, dass Marktoberdorf seit 2008 in das Förderprogramm «Aktive Stadt» aufgenommen sei. Dies erfordere ein Entwicklungskonzept für das ganze Stadtgebiet. Durch das Förderprogramm erhält die Stadt Zuschüsse für die Feinuntersuchung und den Mehraufwand für die Gestaltung von Straßen, Wegen, Plätzen und Grünbereichen. Vorteil der Festsetzung als Sanierungsgebiet sei zudem für private Investoren, dass bei Sanierungsmaßnahmen 90 Prozent der Kosten steuerlich absetzbar seien. Zudem profitierten die Anlieger von einem gehobenen Ausbaustandard für öffentliche Flächen im Umfeld.

Carl Singer, selbst Grundbesitzer in diesem Quartier, beantragte zu Beginn der Sitzung, den Tagesordnungspunkt im Stadtrat zu behandeln, da es um Ausgaben von mehr als 100000 Euro gehe. Münsch und Bürgermeister Werner Himmer empfahlen jedoch, den Punkt auf der Tagesordnung zu belassen, da die Feinuntersuchung lediglich 16000 Euro koste und die Beschlussfassung aufgrund früherer Beschlüsse des Stadtrats erfolge.

Münsch verwies darauf, dass trotz der anstehenden Untersuchung Bauvorhaben genehmigt werden können, sofern sie den Zielen entsprechen, die der Stadtrat voraussichtlich am 22. November festlegen wird.

Zum geplanten Sanierungsgebiet hat bereits ein Gespräch mit den Anliegern stattgefunden. Darin kristallisierten sich die Themen Wohnen und Einzelhandel als Schwerpunkte für dieses Quartier heraus. Thema war zudem der Anschluss der Poststraße an die Bahnhofsstraße, die künftig rund 30 Zentimeter höher liegt.

Extras beim Ausbau eventuell nicht auf Anlieger umlegen

Diskutiert wurde bei dem Treffen auch die Frage nach Ausbaubeiträgen der Grundstücksanlieger. Ob die Kosten für den baulichen Mehraufwand auf die Anlieger umgelegt werden, müsse der Stadtrat entscheiden, erklärt Stadtbaumeister Münsch. Beim Ausbau der Bahnhofstraße hatte das Gremium aber festgelegt, nur den «Standardausbau» umzulegen, nicht aber die Extras.

Da es für die höherwertige Gestaltung der Gehwege und Grünanlagen im Sanierungsgebiet Zuschüsse gebe, sei eine ähnliche Regelung für die Jahn- und Poststraße sowie am Birkenweg denkbar, so Münsch.

Am Rande der Bürgeranhörung meldete sich auch Carmen Erlebach zu Wort, der das Haus an der Ecke Jahn-/Geschwenderstraße mit Lokal im Erdgeschoss gehört. Das Rauchverbot in der Gastronomie und die ablehnende Haltung der Stadt zu Spielautomaten im Lokal verhindere dringend nötige Investitionen an ihrem Haus. Das Nichtraucherschutzgesetz gefährde die Existenz des Lokals, so dass Einnahmen für die Besitzer fehlen.

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