Volksbegehren "Mietenstopp"
Wohnen im Allgäu: So haben sich die Mietpreise in den letzten Jahren verändert

Symbolbild Wohnungen.
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In den vergangenen Jahren haben sich die Mieten so verändert, dass sie für viele Menschen nicht mehr bezahlbar sind. Am Mittwoch ist deshalb eine Unterschriftensammlung für das Volksbegehren "Mietenstopp" gestartet. Die Initiatoren wollen erreichen, dass es in Bayern sechs Jahre lang keine Mieterhöhungen mehr gibt. 

Zum Trägerkreis des Volksbegehrens zählen unter anderem Mietervereine, SPD, Linke und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Sie wollen ein Gesetz, um die Mieten in 162 bayerischen Städten und Gemeinden für sechs Jahre einzufrieren. Wenn eine Miete festgelegt wurde, dann soll sie zumindest nicht mehr steigen. Für faire Vermieter soll es aber eine Ausnahme geben: Diejenigen, die nicht an die Grenzen gegangen sind, dürfen auf bis zu 80 Prozent der ortsüblichen Mieten erhöhen, so Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mietervereins München, gegenüber Spiegel Online. Mieten für neu gebaute Wohnungen sollen von dem Gesetz ausgenommen bleiben.

25.000 Unterschriften müssen zunächst gesammelt werden, damit die Chance auf eine Gesetzesänderung besteht. Wenn das Volksbegehren zugelassen wird, müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten in Bayern innerhalb von zwei Wochen Unterschriftenlisten in den Rathäusern unterschreiben. Danach muss der Landtag den Gesetzesvorschlag annehmen oder es findet ein Volksentscheid statt.

Mietpreise im Allgäu: Entwicklung zwischen 2008 und 2018

Nicht nur in Städten wie München oder Regensburg sind die Preise immens in die Höhe geschossen. Auch im Allgäu sind die Mieten in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen, wie Zahlen von immowelt.de belegen. 

Diagramm Mietpreise von 2008 bis 2018. (Quelle: immowelt.de)
  • Diagramm Mietpreise von 2008 bis 2018. (Quelle: immowelt.de)
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  • Im Oberallgäu sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 52 Prozent gestiegen: Von 5,60 Euro auf 8,50 Euro.
  • In Kempten sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 52 Prozent gestiegen: Von 5,70 Euro auf 8,70 Euro. 
  • Im Ostallgäu sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 38 Prozent gestiegen: Von 5,80 Euro auf 8,00 Euro.
  • In Kaufbeuren sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 59 Prozent gestiegen: Von 5,20 Euro auf 8,30 Euro. 
  • In Füssen sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 42 Prozent gestiegen: Von 6,10 Euro auf 8,70 Euro. 
  • Im Unterallgäu sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 55 Prozent gestiegen: Von 5,20 Euro auf 8,10 Euro. 
  • In Memmingen sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 52 Prozent gestiegen: Von 5,70 Euro auf 8,70 Euro.
  • In Lindau sind die Mietpreise (pro m²) zwischen 2008 und 2018 um 46 Prozent gestiegen: Von 7,80 Euro auf 11,40 Euro. 

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden laut Alexander Grohmann, PR Manager bei immowelt, ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der in den Jahren 2008 und 2018 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Symbolbild Wohnungen.
Diagramm Mietpreise von 2008 bis 2018. (Quelle: immowelt.de)
Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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