Haldenwang
«Wohlfühlschule geschaffen»

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Der gute Geist von Rektor Hubertus Kretschmer bleibt der Volksschule Haldenwang nach dessen Versetzung in den Ruhestand erhalten. Davon zeigten sich die zahlreichen Ehrengäste überzeugt, die Kretschmer nach 40 Jahren Lehrtätigkeit, davon 28 Jahre in Haldenwang, mit frenetischem Applaus verabschiedeten.

Mit dem Theaterstück «Auf unserem Dachboden tut sich was!» riefen Lehrerinnen und Schüler unter der Leitung von Brigitte Schmid-Brunk Szenen aus der Ära Kretschmer in Erinnerung. Schulleiter-Gespenst «Hubi» kramte für seinen Herrn im Dachboden der Schule die Requisiten unzähliger Theaterstücke hervor, die er im Laufe der Jahre aufgeführt auf.

Eine «Wohlfühlschule» ohne «Kuschelpädagogik» habe der scheidende Schuleiter ab 1981 in Haldenwang geschaffen. Er habe die Schüler gefordert, ohne sie zu überfordern, stellten alle Redner einhellig fest. «Über Generationen hinweg prägte Kretschmer junge Menschen in unserer Gemeinde», würdigte Bürgermeister Anton Klotz. Der Rektor habe mit tiefer Überzeugung und mit ganzem Herzen seinen Beruf ausgeübt und sei auch ein glänzender Organisator schulischer Veranstaltungen gewesen.

Den beruflichen Werdegang Kretschmers schilderte Schulamtsdirektor Günter Finger. Nach dem Studium in Augsburg war Kretschmer ab 1969 Lehrer in Altusried, ab 1977 zweiter Konrektor. 1981 wurde er Rektor in Haldenwang, hier hat er den Schulhausbau von 1986 bis 1987 maßgeblich beeinflusst.

«Der Kretschmer entspricht ganz und gar nicht mehr dem Zeitgeist», meinte augenzwinkernd die Elternbeiratsvorsitzende Ute Esfeld. Seine Tätigkeit sei für ihn kein Job, sondern Berufung gewesen. Er habe sich in die Herzen der Kinder mit immer neuen Ideen hineingearbeitet und die kollegiale Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gepflegt. Pfarrer Stefan Gilg sagte ein Vergelt´s Gott für ein gutes Miteinander.

Schulrat Hans Fasser stellte Rita Heubuch als Nachfolgerin für die Schulleitung vor. Ihre Laufbahn begann 1993 in Haldenwang, 2007 wurde sie zur Konrektorin ernannt. Sabine Krippner, seit 2001 in der Schule und Sport- und Kindergartenbeauftragte, wurde als Konrektorin vorgestellt. Im Namen des Kollegiums dankte Heubuch dem scheidenden Schulleiter für die gemeinsame Zeit, in der sich alle wohlgefühlt hätten.

«Ohne Gemeinsamkeit geht nichts, allein sind wir hilflos», mit diesen Worten wehrte Kretschmer die Lobeshymnen über seine Arbeit ab. Er übergab 1750 Euro, die er als «Abwrackprämie» von Spendern zum Abschied erhalten hatte, an seine Nachfolgerin Rita Heubuch für die Schulküche.

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