Hildegardplatz
Wochenmarkt im Sommer 2014 auf dem Residenzplatz

Die Händler des Wochenmarkts «müssten mit Blindheit geschlagen sein», wenn sie mit dem Angebot der Stadt nichts anfangen könnten: Sie bekommen einen neu gestalteten Platz und in der Tiefgarage noch Parkplätze für ihre Kunden dazu. So jedenfalls drückte es Uli Leiner, selbst am Wochenmarkt vertreten, bei einer Veranstaltung des Aktionsbündnisses «Pro Tiefgarage» aus. Doch Leiner war auch skeptisch, denn die meisten Händler dürften - weil von außerhalb - in der Frage um die Tiefgarage gar nicht mitbestimmen. «Was wollt ihr also von uns?», fragte Leiner.

«Ihr seid das Sprachrohr des Marktes», sagte Aktionsbündnis-Sprecher Heinz Grünwald. Man hoffe, dass die Händler den Kemptenern die Tiefgarage schmackhaft machen. Damit sie das tun, wurde zunächst den Marktleuten selbst die Tiefgarage nähergebracht - und eine Lösung für die Zeit, in der der Markt wegen der Umbauten nicht auf dem Hildegardplatz stattfinden kann: Im Sommer 2014 soll der Markt auf dem Residenzplatz stattfinden. Eine Übergangslösung, die Händler Robert Liebenstein als «Idealvorstellung» bezeichnete.

Baureferentin Monika Beltinger präsentierte, was man sich als Interimslösung für den Markt ausgedacht hat. So soll dieser sich von dem Platz vor der Commerzbank aus entlang den Grünflächen an der Residenz erstrecken. Und zwar so, dass die Händler die Stände auch mit ihren Fahrzeugen erreichen können. Was ist den Händlern noch wichtig?

Funde: Es kam die Frage auf, was passiere, wenn sich bei den archäologischen Arbeiten im Vorfeld der Baumaßnahmen größere Funde ergeben. Damit, so Beltinger, sei nicht zu rechnen. Der Hildegardplatz sei nicht vergleichbar mit dem St.-Mang-Platz, von dem man ja gewusst habe, dass Mauerrest im Untergrund schlummern. Kleinere Relikte aus alten Zeiten wiederum könnte man entnehmen und etwa in der Tiefgarage präsentieren. In anderen Städten gebe es so etwas bereits.

Infrastruktur: Wichtig ist den Händlern, dass auf einem neu gestalteten Platz die Versorgung mit Wasser und Strom besser funktioniert als bisher. Dafür, sagte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann, werde gesorgt. «Kurze Wege für alle» solle es geben.

Parkmöglichkeiten: Sorge bereitet den Marktleuten die zu erwartende Parksituation während der Baumaßnahmen auf dem Platz. Für eine gute Idee befand man, was in dem Zusammenhang Gerhard Juli vorschlug: dass die Poststraße für die Händler reserviert wird. Zudem, merkte Wiedemann an, werde der Platz ja in mehreren Abschnitten umgebaut. So könnten die Händler dort auch stets Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrzeuge finden. Und später dann, meinte Liebenstein, könnte die Tiefgarage auch den Marktleuten selbst nutzen: Bei einer geplanten Durchfahrhöhe von 2,50 Metern würde auch der ein oder andere Lieferwagen dort Platz finden.

Toiletten: Eine eigene Toilette für die Marktleute forderte Uli Leiner - damit sie nicht lange warten müssen und schnell zurück an ihre Stände kommen. Das aber, so Beltinger, sei eigentlich nicht vorgesehen. Man werde den Vorschlag «mitnehmen».

 

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