Sulzberg
Wo Eisen glühen und im Kessel das Bier brodelt

Mittelalter-Idylle wie aus dem Bilderbuch lockte am Wochenende ganze Besucherscharen auf die Burgruine Sulzberg. Dass das Mittelalter in Wirklichkeit so malerisch nicht war, demonstrierte die Ritterschaft Herold. Die Mannen aus der Tschechei lieferten sich erbitterte Schaukämpfe.

Ohrenbetäubenden Lärm verursachten die Kanonen des «Barons von Buschheim». Ansonsten ging es zwei Tage harmonisch zu. Buntes Markttreiben, alte Handwerkszunft, Musik und Lagerleben beherrschten die Burgkulisse.

Zufriedene Mienen gab es bei den Burgfreunden mit ihrem Vorsitzenden Willy Bechteler. Besser hätte es nicht laufen können. Dass auch noch die Sonne mitspielte, setzte dem historischen Fest zum 25-jährigen Bestehen ihres Vereins die Krone auf.

Braumeister Thomas Wieczorek zeigte, wie Bier vor 800 Jahren gebraut wurde - im Sudkessel über einer Feuerstelle. Die Zutaten waren nicht anders als heute: Wasser, Hopfen und Malz. Mit einem Unterschied: «Damals trank man mit Vorliebe Kräuterbiere.

» Die Herren von Schellenberg hätten das Getränk seinerzeit gebraut, um damit den Durst der Kemptener Fürstäbte zu stillen.

«Allerley Gaukelei»

Von Zuschauern umringt waren auch die anderen Handwerkszünfte wie die Schmiede oder eine Wagnerei. Marktleute in mittelalterlichen Gewändern boten ihre Waren feil. Straßenmusikanten wie das Duo Arrabiata mischten sich unters Volk. «Allerley Gaukelei» gab es mit des Königs Gaukler Forzarello. Für beste Stimmung sorgte die Rosenheimer Gruppe Vroudenspil, die mittelalterliche Klänge gekonnt mit ihrem Freibeuter-Rock mischte.

Im Rundturm lauschten die Kinder gebannt den Geschichten des Märchenerzählers Jonathan. Ein Lagerfeuer lud zum Würstchengrillen ein. Und natürlich durfte bei dem Fest König Heinrich IV. alias Franz Hösle nicht fehlen. Huldvoll und unermüdlich schlug der Monarch große und kleine Besucher zu tapferen Rittern.

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