Seeg
Wo der Sonnentau blüht

Die Allgäuer Moore gehören zu den bedeutendsten Moorlandschaften Mitteleuropas. Das sagte Simone Reylaender von der Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ostallgäu, als sie eine 12-köpfige Gruppe entlang der Lobach bei Seeg führte. Gemeinsam für den Moorschutz einzutreten, das ist das Ziel der Allgäuer Moorallianz.

Wie ein riesiger Schwamm

Intakte Moore konservieren nicht nur Kohlenstoff, sondern entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und lagern es dauerhaft ein. So wirken sie dem Treibhauseffekt entgegen. Moore binden Wasser und wirken wie ein riesiger Schwamm in der Landschaft als natürliche Wasserrückhaltegebiete. Sie tragen dazu bei, dass Hochwasserspitzen aufgefangen werden. Außerdem kommen in den Mooren gefährdete Tier- und Pflanzenarten vor. Üppige Sumpfgewächse konnten bei der Führung bestaunt werden, wie Wollgras, Prachtnelke, Sonnentau, Sumpfgladiolen, Weiderich, Zittergras oder wilder Thymian. Aber auch Schmetterlinge und Libellen unterschiedlichster Arten flogen von Blüte zu Blüte.

Wunderwerk der Natur

Die Lobach ist ein recht schöner Bach, die nicht zu stark beeinflusst wurde, so Reylaender. Sie schlängelt sich in natürlicher Form durch die Landschaft. Die Naturschutzbehörde sei auch bereit, Moorstücke zu kaufen. Weiter gibt es eine «Streuebörse». Streu wird oft von Pferdebesitzern und Biobauern dringend gesucht. Damit kann Kompensation geschaffen werden. Am Schluss besuchte die Gruppe den einen Kilometer entfernten Hangquellsumpf Buchach, der nicht betreten werden darf. Aber von der Straße aus kann dieses kleine Wunderwerk der Natur bestaunt werden.

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