Buchloe
«Wir wollen in die Playoffs»

Die Sommerpause ist vorbei. Seit zwei Wochen steht der ESV Buchloe zweimal pro Woche in Kaufbeuren auf dem Eis und bereitet sich auf die anstehende Bayernliga-Saison vor. Im dritten Jahr in der Bayernliga will der Verein den nächsten Schritt gehen. «Ich versuche, die Mannschaft voranzubringen. Da kann das Ziel nicht nur Klassenerhalt lauten», erklärt Norbert Zabel. Gemeinsam mit dem Trainer und dem sportlichen Leiter Jürgen Warkus haben wir über die Mannschaft, die neue Saison und die Ziele des Vereins gesprochen.

Wie ist Ihr Eindruck nach den ersten zwei Wochen auf dem Eis?

Zabel: Für die ersten Trainingseinheiten war es okay. Am Anfang vielleicht noch ein bisschen hölzern, aber nach ein paar Monaten Pause kann man noch nicht mehr erwarten. Wichtig ist, dass alle bemüht sind.

Mit der Verpflichtung von Thorsten Rau und Andreas Widmann vom Oberligisten Landsberg und der Verlängerung mit den Leistungsträgern Ziegler, Fortney und Westerkamp reihte sich beim ESV zuletzt eine vielversprechende Nachricht an die andere. Haben Sie Ihren Wunschkader bekommen?

Zabel: Ja, eigentlich schon. Wenn wir in der Verteidigung keine großen Ausfälle beklagen müssen, passt eigentlich alles. Man muss auch sehen, wie sich die Juniorenspieler entwickeln. Derzeit trainieren sieben bei der ersten Mannschaft mit. Sie erhalten alle ihre Chance, sich zu empfehlen.

Warkus: Ich denke, dass vor allem die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern sehr gut passt.

Ziel war es, den Kader zu verkleinern, dabei aber die Leistungsträger zu halten und sich nur punktuell zu verstärken. Wie ist Ihnen das gelungen?

Warkus: Mit Thorsten Rau und einem Peter Westerkamp, der uns die ganze Saison zur Verfügung stehen wird, ist die Qualität der Mannschaft sicherlich höher als in der vergangenen Saison. Einige Abgänge wie Andreas Walther und Mario Kozlovsky hätten wir gerne gehalten. Aber sie waren nicht bereit, den Kampf anzunehmen.

Die Kehrseite der Transferpolitik ist es, dass derzeit nur sechs Verteidiger und elf Stürmer im Kader stehen. Ist das vielleicht der größte Schwachpunkt?

Zabel: Zum einen bin ich optimistisch, dass unter den Junioren sicherlich der ein oder andere dabei sein wird, der uns weiterhelfen kann. Zum anderen sind wir sehr flexibel aufgestellt. Peter Westerkamp oder Christian Warkus können zur Not auch in der Verteidigung spielen, Oliver Braun dafür im Sturm.

Sechs Verteidiger sind sicherlich nicht die Welt, aber ich denke, der Kader passt.

Was kann man von den Neuzugängen erwarten?

Zabel: Thorsten Rau ist für uns Gold wert. Allein seine Erfahrung spricht für sich und wird uns vor allem im Überzahlspiel enorm weiterhelfen. Andreas Widmann ist vielleicht kein großer Scorer, aber ein grundsolider Verteidiger, der Erfahrung aus der Oberliga und 2. Bundesliga mitbringt. Er wird unserer Abwehr sicherlich Stabilität geben. Michael Strobel ist ein junger talentierter Spieler, den in der vergangenen Saison bei Landsberg leider eine üble Gesichtsverletzung zurückgeworfen hat. Auch Dominic Mahren passt super in die Mannschaft. Er ist läuferisch stark und wird auf den Außenbahnen sicherlich viel Betrieb machen.

So gut die neuen Namen klingen: Spieler, die aus der Oberliga kommen, spielen nicht umsonst. Gerade im Eishockey kommt es leider nur allzu oft vor, dass Vereine über einen namhaften Kader schnell ihr Budget vergessen

Warkus: Wir machen das nicht. Wir sind auch in diesem Jahr bei der Zusammenstellung des Kaders kein finanzielles Risiko eingegangen. Das Budget ist das gleiche, wie in der vergangenen Spielzeit.

Zabel: Dadurch, dass wir unseren Kader verkleinert haben, ist ja auch Geld frei geworden. Im Rahmen dieses Budgets haben wir unseren neuen Spielern Angebote gemacht. Entweder sie haben sie angenommen - oder eben nicht.

Selb und Regensburg haben ihr Aufstiegsrecht in die Oberliga wahrgenommen, dafür sind Germering, Lindau, Königsbrunn und Weiden aus der Landesliga nachgerückt. Wie ist die Bayernliga diese Saison einzuschätzen?

Zabel: Die Liga ist sicherlich nicht schlechter geworden. Auch Weiden und Germering haben erfahrene Leute aus der Oberliga verpflichtet. Ich sehe keine Mannschaft, die großartig abfällt. Das Niveau ist wie vergangene Saison sehr hoch.

Warkus: vor allem dort, wo wir hin wollen.

Gutes Stichwort: Wie lautet das Saisonziel des ESV Buchloe?

Zabel: Ich denke, da brauchen wir nicht groß um den heißen Brei herumreden: Wir wollen in die Playoffs. Das muss mit dieser Mannschaft drin sein. Leicht wird es nicht, weil viele Vereine eine ähnlich vielversprechende Kaderzusammenstellung haben. Aber das ändert nichts an unserem Ziel.

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