Wir sollten zeigen, dass Widerstand da ist

Von Karin Hehl | Buchloe Einstimmig steht der Buchloer Stadtrat hinter einer Stellungnahme, die die Verwaltung zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen ausgearbeitet hat (siehe Infokasten).

Es sei nicht auszuschließen, so Stadtbaumeister Herbert Wagner, dass auch die Flächen der Stadt Buchloe von Emissionen der Heizkraftanlage betroffen sind. Auch wenn Buchloe offiziell nicht zum Kreis der am Verfahren direkt Beteiligten zählt, sei es möglich, die örtlichen Bedenken bei der Genehmigungsbehörde, dem Unterallgäuer Landratsamt, vorzubringen, erläuterte Bürgermeister Josef Schweinberger (CSU).

'Wir müssen die Ängste und Sorgen unserer Bevölkerung sehen und darauf hinwirken, dass die Genehmigungsbehörde damit verantwortungsvoll umgeht', betonte Schweinberger. Rudolf Grieb (UBI) begrüßte die Stellungnahme der Stadt: 'Es ist wichtig, dass wir uns äußern. Das hat eine starke öffentliche Wirkung.' Ohne den Druck der Bürgerinitiativen hätte sich die Firma Lang nicht freiwillig Einschränkungen auferlegt (wir berichteten), meinte Grieb. Er wünschte sich, dass die Luft- und Bodenwerte bei Buchloe jetzt gemessen werden, 'damit wir später mit diesen Daten argumentieren können'.

'Sehr kritisch' solle man die Planungen von Lang Papier beobachten forderte Monika Strohmayer (SPD) und Eva Kienzle (FWV) sagte: 'Wir müssen schon zeigen, dass Widerstand da ist.' Ralf Strohmayer (SPD) begrüßte die Intiative der Firma Lang, ihre Heizanlage auf Gas umzustellen. Es sei aber nicht einzusehen, dass Klärschlamm 'hier hergekarrt und verbrannt wird'.

Bernhard Seitz (FWV) hielt daggegen, es sei besser, die anfallenden Reststoffe der Firma Lang an Ort und Stelle zu verbrennen, anstatt diese weiter 'durch die Gegend zu fahren'. Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Schweinberger einen 'offenen Brief' des Betriebsrates der Firma Lang verlesen. Dieser möchte damit der 'Stimmungsmache in der Bevölkerung durch Bürgerinitiativen' entgegentreten. Von 'übertriebener Panikmache' und 'Verleumdungen' ist in dem Schreiben die Rede.

Nach Ansicht von Herbert Barthelmes (CSU) habe es die Firma Lang versäumt, Informationen 'verständlich rüberzubringen.' Barthelmes: 'Erst so entstanden viele Emotionen und Ängste.' Rechtzeitig vor Ende der Einspruchsfrist am 25. Februar wird die Stadt Buchloe nun ihre Einwände beim Landratsamt Unterallgäu vorlegen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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