Waal
«Wir sind nicht die Melkkuh»

Mehr Augenmerk für den Mittelstand. Das war die zentrale Forderung von Prinz Philipp von der Leyen, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Ortsverband Buchloe und Inhaber der Holzwerke Waal, beim jüngsten Besuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Erwin Lotter im Sägewerk Waal. Nach einer rund einstündigen Betriebsführung stellte sich der Politiker aus dem Wahlkreis Aichach einer Diskussionsrunde.

Rund 60 Mitarbeiter

Darin wurde von der Leyen nicht müde, die Bedeutung des Mittelstandes, zu der auch sein Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern zählt, zu betonen: Der Mittelstand sei der größte Arbeitgeber und Ausbilder in Deutschland, «wir sind nicht die Melkkuh.»

Nur Lobbyisten finden Gehör

Während die großen Konzerne durch Lobbyisten große Mitwirkungspotenziale hätten und bei Politikern immer ein offenes Ohr fänden, habe der Mittelstand lediglich die Lasten zu tragen, die diese verursachen.

Wettbewerbe verzerrt

Harsche Kritik äußerte von der Leyen auch am «Sündenfall» der Firma Klausner aus Landsberg: «Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass Subventionen den Mittelstand schwächen, Wettbewerbe verzerren und langfristig nur dem Steuerzahler Geld kosten.» Von der Landtagsfraktion der FDP forderte er in manchen Bereichen mehr Profil.

Lotter sprach sich in seiner Rede für eine Steuersenkung aus, um sowohl den Bürgern als auch den Unternehmen mehr Investitionsspielraum zu verschaffen. Daneben forderte er ein Ende der Verschuldungspolitik der Großen Koalition sowie einen Abbau der Bürokratie. «Der Mittelstand braucht wieder mehr unternehmerische Freiheit», meinte Lotter.

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