Bürgerversammlung
«Wir sind jetzt dran»

«Wir sind jetzt dran», forderte Ralf Hempfer, Vorsitzender des Steinheimer Bürgerausschusses, in der jüngsten Bürgerversammlung. Damit meinte er die seit vielen Jahren geforderte Sanierung des so genannten Zehntstadels. Nachdem in der Memminger Innenstadt viel gebaut worden sei und sich auch in anderen Stadtteilen wie Buxach einiges getan habe, sei nun Steinheim an der Reihe. Grundsätzlich wurde kritisiert, dass sich die Stadt in Steinheim zu wenig engagiere.

Die Schule habe jetzt neue Fenster, eine Dämmung und einen Sonnenschutz bekommen. «Aber da haben wir vom Konjunkturpaket II profitiert, das kam nicht von Mitteln der Stadt», betonte Hempfer. Der Stadtverwaltung dankte er für drei auf den Straßenbelag aufgebrachte «Achtung-Kinder-Dreiecke».

Die Entwicklung in den vergangenen Jahren habe Neubausiedlungen und die Kanalisierung gebracht, aber mehr nicht, beklagte Architekt Thomas Barth in einem Vortrag zum Zehntstadel. Die Einwohnerzahl habe sich seit 1990 fast verdoppelt und Steinheim werde weiter wachsen. Aber öffentliche Flächen gebe es kaum. «Da sehen wir ein Defizit. Die Grundsätze der Ortsentwicklungsplanung müssen doch auch für die Stadtteile gelten.

» Barth legte Pläne vor, wie das Gelände und die Verkehrsführung um den Stadel einmal aussehen könnte.

Ein Gemeinschaftshaus im Stadel werde dringend gebraucht, um innerdörfliche Strukturen zu schaffen, sagte Barth: «Wir wollen die Entwicklung des Ortes vorwärts bringen.» Ein Treffpunkt für alle Generationen soll es werden, um der Tendenz entgegenzuwirken, dass Steinheim für viele nur noch Schlafstätte sei.

Und im Zehntstadel werde auch ein Stück Steinheimer Geschichte erhalten. «Wenn es stimmt, was Stadtführerin Sabine Rogg bei einem Rundgang gesagt hat, dann hat der Bauernaufstand von 1525 in Steinheim seinen Anfang genommen. Die Kramerzunft am Weinmarkt wäre dann eher als Ableger zu betrachten», bemerkte Barth. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger sagte amüsiert, er werde da mal nachfragen.

Aber für eine Sanierung des Zehntstadels sei momentan einfach kein Geld vorhanden, betonte der Rathauschef. Bei der Suche nach Mitfinanzierern habe die katholische Kirche abgesagt, die evangelische Kirche sei noch am Überlegen.

Die Zufahrt zur Grüngutannahmestelle werde im Jahr von 30000 Besuchern genutzt, informierte Ralf Hempfer. Das sei eine Belastung für die Anwohner des Oberen Buxacher Weges. Er forderte, die Zufahrt über die Europastraße zu öffnen. Holzinger erklärte, es werde derzeit an einer neuen Konzeption für die Grüngutdeponie gearbeitet. Auch die Frage der Zufahrt werde dabei neu überlegt.

Auf einen Umbau der Heimertinger Straße angesprochen, sagte der OB, dass die Stadt nach einer Rückstufung der B300 die Straße umbauen könne, aber die Anlieger müssten dann 60 Prozent der Kosten selbst tragen.

Eine Mutter machte auf die Raumnot im Kindergarten aufmerksam, ein Bewegungsraum werde gebraucht. Holzinger sagte zu, den Bedarf auf die Prioritätenliste der Stadt zu setzen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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