Füssen
«Wir brauchen mehr als Currywurst, wir brauchen Qualität»

Mehr regionale Küche mit regionalen Produkten - auch das wünscht sich Tourismus-Chef Stefan Fredlmeier bei seiner Qualitätsoffensive für Füssen. «Wenn wir so weitermachen, können wir das vergessen», befürchtet Stadtrat und Wirt Uli Pickl (SPD). Denn der Trend geht in eine andere Richtung, wie jüngst im Bauausschuss festzustellen war. Auch Bürgermeister Paul Iacob stöhnte angesichts mancher Anfrage gequält auf: «Wir brauchen eine andere Qualität in unserer Stadt, wir brauchen mehr als Currywurst.»

Argwöhnisch beäugten die Kommunalpolitiker zum Beispiel den Antrag für Räume an der Luitpoldstraße. Zumal vor kurzem dort eine Art Spielothek geplant war, die aber abgelehnt wurde. Doch nun sollte ein reines Café entstehen - der Ausschuss blieb aber beim «Nein».

Nur ein paar Schritte davon entfernt sollte in einem weiteren Gebäude an der Luitpoldstraße ein kleines Lokal entstehen. Auch hier hielt sich die Begeisterung der Kommunalpolitiker in engen Grenzen. Sie lehnten das Vorhaben unter Hinweis auf fehlende Stellplätze ab: Zwar gebe es faktisch die Parkplätze, aber nicht im verwaltungstechnischen Sinne - denn sie wurden bisher noch nie genehmigt.

Auch die wundersame Vermehrung von Sitzplätzen in einem Café in der Reichenstraße beschäftigte den Ausschuss: Die Plätze bestehen längst, nur fehlen dafür Stellplätze. Franz Nagel (CSU) plädierte in diesem Fall für Gnade. «Das Café ist absolut gut geführt, es passt zu Füssen» - hier solle man nicht so streng vorgehen. «Da verlässt mich mein Gerechtigkeitssinn. Wir können dem Betreiber sicher helfen, dürfen aber nicht das Recht beugen», ärgerte sich Günther Knauss (Bürgerblock). Letztlich stimmte das Gremium den zusätzlichen Plätzen zu, verlangte aber eine zu zahlende Ablösung für die drei Stellplätze.

Wiederum auf Ablehnung stieß der Plan, im Innenhof eines gastronomischen Betriebes an der Reichenstraße eine Freischankfläche zu errichten. Der Ausschuss will erst genau wissen, was noch alles an Änderungen geplant ist. Nur dann könne man klären, wie viele Stellplätze zusätzlich benötigt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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