Buchloe / Ostallgäu
Winterdienst ist gerüstet

Für das Wochenende haben die Meteorologen heftige Schneefälle vorausgesagt - die Winterdienste in Buchloe und Umgebung sind jedoch für mögliche Wetterkapriolen gerüstet. «In Westendorf haben wird derzeit 400 Tonnen Salz auf Lager. Das wird vorerst reichen», beteuert Werner Weigl, Leiter des Bauhofs des Landkreises Ostallgäu in Westendorf.

Ein Problem sieht er in den langen Wartezeiten für Streusalzlieferungen, auf die sich der Winterdienst in Westendorf derzeit einstellen muss. Weigls Begründung: Im Norden und in der Mitte Deutschlands herrscht seit Tagen tiefster Winter. «Der Bedarf an Salz ist überall gerade sehr groß», erklärt er. So würden Prioritäten gesetzt: Wer zum Beispiel Autobahnen räumt, hat Vorrang. Alle anderen müssten dann länger warten.

«Gerade kam eine Lieferung Salz, die ich schon vor eineinhalb Wochen bestellt habe», erzählt der Leiter des Bauhofs. Unter normalen Umständen hätte er das Salz innerhalb von drei Tagen erhalten. Weigl hat bereits eine neue Bestellung aufgegeben: «160 Tonnen habe ich nachbestellt», berichtet er. Bis die ankommen, müsse er bestimmt zwei Wochen warten, schätzt Weigl.

Über 20 Einsatztage

Mit insgesamt 15 Räumfahrzeugen befreien die neun Fahrer im Ostallgäu 325 Kilometer Kreisstraßen und 70 Kilometer Gemeindestraßen von Eis und Schnee. «Allein im Dezember kamen wir auf über 20 Einsatztage», berichtet Weigl. Das milde Wetter über die Feiertage entspannte die Lage wieder etwas.

Am unangenehmsten wird die Arbeit für die Räumdienste laut Weigl, wenn heftiger Schneefall und Wind einsetzen. «Verwehungen machen uns besonders zu schaffen», erklärt Weigl. Am günstigsten seien Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, ganz ohne Schnee. «Dann sind die Straßen trocken und wir müssen fast kein Salz ausfahren», erläutert er.

Auch in Buchloe sind die Lager noch gut gefüllt. Knapp 100 Tonnen Salz lagern in der Halle in der Eschenlohstraße. «Das reicht uns auf jeden Fall für die kommenden Tage. Wir haben definitiv keine Not», sagt Andreas Steber, stellvertretender Leiter des städtischen Bauhofs. In der Nacht auf Freitag hat es schon die ersten dicken Flocken geschneit, am Wochenende sollen weitere Zentimeter dazukommen. Doch Steber gibt Entwarnung: «Bei diesen kleinen Schneemengen ist das bislang noch alles Routine.»

Für den Ernstfall wären die Buchloer aber gerüstet: Zwei große Räumfahrzeuge und sechs kleinere für die Nebenstraßen sind im Einsatz. Der Dienstplan sei trotz der Wettervorhersage «ganz normal» erstellt worden. Sprich: Um vier Uhr morgens schätzt ein Wetterbeobachter des Bauhofs die Lage zum ersten Mal ein, verständigt die eingeteilten Fahrer dann je nach Bedarf.

Gearbeitet wird in zwei Schichten, notfalls bis abends um 20 Uhr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019