Windräder gehen mit Segen der Kirche in Betrieb

Bidingen (sch/az). - Anders als im Oberallgäuer Altusried-Kimratshofen sind am Wochenende in Bidingen und Bernbach (Kreis Ostallgäu) zwei Windkraftanlagen mit kirchlichem Segen durch den katholischen Ortspfarrer Thaddäus Biernacki in Betrieb gegangen. Der Oberallgäuer Landtagsabgeordnete Alfons Zeller hielt bei der Veranstaltung die Festrede. Wie berichtet, hatte es der Ortsgeistliche in Kimratshofen unlängst abgelehnt, den kirchlichen Segen bei der Inbetriebnahme zweier Windräder auf dem Langenberg zu erteilen. Damit würde nur noch mehr Unruhe in die wegen des Projekts ohnehin gespaltene Dorfgemeinschaft gebracht, so sein Argument. Das bischöfliche Ordinariat hatte sich hinter den Kimratshofener Ortsgeistlichen, Franz Felber, gestellt.

Auch war dem Windradbetreiber untersagt worden, einem anderen katholischen Priester die Segnung zu erlauben. 'Der Pfarrer ist Amtsträger vor Ort und er trifft seine Entscheidung nicht als Privatperson', so Diözesan-Pressesprecher Dr. Christoph Goldt. Die Kirche habe in Kimratshofen nicht gewollt, dass ein Riss durch die Gemeinde geht. Die beiden Windkraft-Projekte bei Bidingen sind innerhalb der Bevölkerung praktisch nicht umstritten. Laut Goldt dankt der Mensch mit dem Segen aus theologischer Sicht Gott dafür, dass er selbst so etwas wie ein Windrad oder ein Gebäude schaffen kann. Damit sei die Bitte um Schutz verbunden. Weitergehender sei die Weihe, bei der Gegenstände wie ein Kelch oder Glocken aus dem profanen Bereich in den Dienst der Kirche gelangen.

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