Planungsverband
Windkraft soll ausgebaut werden

25 Prozent des elektrischen Stroms, der im Gebiet des Planungsverbands Donau-Iller verbraucht wird, wird über regenerative Energien (siehe Infokasten) bereitgestellt, so Landrat Hans-Joachim Weirather, der gleichzeitig Vorsitzender des Planungsverbands ist, im Gespräch mit der MZ. Damit sei man «vorne mit dabei», sagt er. Windenergie allerdings spiele bisher eine eher untergeordnete Rolle. Wenn es nach dem Planungsverband geht, soll sich das ändern. Zum Verband gehören neben dem Unterallgäu die Landkreise Biberach, Günzburg und Neu-Ulm, der Stadtkreis Ulm, die Stadt Memmingen und der Alb-Donau-Kreis.

«Der Hauptfokus soll auf Windenergie gelegt werden», so der Landrat. Er erläutert, dass sich die erneuerbaren Energien bisher zu je einem Drittel auf Wasserkraft, Fotovoltaik und Biomasse aufteilen würden. Da, wo bereits Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen sind, sei die Tür für eine Nutzung geöffnet, sagt der Landrat. Ein Vorranggebiet ist ein in der Regionalplanung festgelegter Bereich, in dem eine bestimmte Angelegenheit mit Priorität vor einer anderen zu erfüllen ist.

Der Planungsausschuss - ein Ableger der Verbandsversammlung - befasse sich in den kommenden Monaten mit dem Thema Windenergie, um ein Konzept für ein weiteres Vorgehen auszuarbeiten. Weirather geht davon aus, dass in etwa zwei Jahren die Grundlagen für einen Ausbau der Windkraft geschaffen sein werden.

Gleichzeitig müsse das Thema in der Gesellschaft diskutiert werden. Die «Apokalypse in Japan» tue das Ihre dazu, dass erneuerbare Energien derzeit Thema sind. Momentan gebe es sicher viel Zuspruch, aber wenn es um konkrete Standorte geht, «werden wir erleben, dass es Menschen gibt, die dagegen sind», sagt Weirather. Oft gelte das Motto «regenerative Energien ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür».

Anlagen auf Dächern

Was das Thema Photovoltaik anbelangt, würden Freiflächenanlagen im Vergleich zu Anlagen auf Dachflächen eher «weniger Raum einnehmen», sagt Weirather. Das liege daran, dass Anlagen auf Dächern genehmigungsfrei seien. Bei der Biomasse sieht der Landrat ein «Maß erreicht, bei dem im Einzelfall noch was möglich ist».

Biomasse wie Mais als Energieträger habe einen gewissen Flächenanspruch. Dabei entstünden Konflikte zwischen den Energie produzierenden Landwirten und jenen, die Nahrungsmittel herstellen.

 

Der Planungsverband Donau-Iller will Windenergie künftig eine größere Rolle bei der Energiegewinnung einräumen. Unser Foto zeigt ein Windrad bei Böhen. Archivfoto: Laura Loewel

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