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Eiserne Hochzeit
Willi und Viktoria Königer aus Durach feiern ihr 65. Ehejubiläum

Kürzlich feierten Willi und Viktoria Königer ihre Eiserne Hochzeit. Sie sind noch immer ein glückliches Paar, und das sieht man ihnen an. Trotz einiger Tiefschläge in gesundheitlicher Hinsicht sind die Duracher rundum zufrieden mit ihrem Leben.

"Das liegt daran, dass wir bis heute immer zusammengehalten und stets versucht haben, alles gemeinsam auf einen Nenner zu bringen", sind sich die Eheleute einig. Und so erzählen sie auch gemeinsam aus ihrem Leben.

20 Jahre jung waren Braut und Bräutigam, als sie sich im August 1947 vor dem Traualtar der Kirche in Sulzberg das Jawort gaben. Beide sind in der Oberallgäuer Gemeinde zur Welt gekommen und aufgewachsen.

Die Jubilarin behütet auf einem großen Bauernhof. Auch ihr Mann ist auf einem Bauernhof groß geworden, jedoch als Hütebub. Und wie konnte es anders sein: Die beiden Anwesen waren Nachbarhöfe.

Doch allzu früh war für sie die heile Welt zu Ende. Viktoria war gerade mal 17, als ihr Vater starb, ein Bruder 1944 im Krieg fiel und ein anderer als vermisst galt.

Mit der Mutter musste sie nun den Hof mit 17 Stück Vieh versorgen. Willi wurde im selben Jahr zum Arbeitsdienst eingezogen und als Soldat ausgebildet. Mit seiner Einheit geriet er in amerikanische Gefangenschaft. 'Nur, weil ich noch so jung war, wurde ich schon nach einem Monat entlassen.

Irgendwie habe ich es nach Sulzberg geschafft und landete schließlich wieder bei meinem Bauern, der mich schon als Bub aufgenommen hatte. Und da war ja auch die Viktoria nicht weit', erzählt der Jubilar.

Mit der Liebe habe es aber noch ein bisschen gedauert, erinnert sich seine Frau. 'Ich weiß noch, dass der Willi immer zu uns kam, um unsere Hasen anzuschauen und ich wunderte mich, was es da jeden Tag Neues zu sehen gab.'

'Aber irgendwann blieb es halt nicht mehr beim Hasen anschauen', lachen die beiden und erzählen auch von dem schönen Brautkleid aus Fallschirmseide, von dem großen Brautstrauß, den die Patentante gestiftet hatte, und vom Hochzeitsessen im 'Reichsadler'.

Im Bauernhof bewohnten Viktoria und Willi Königer nach der Heirat zwei kleine Zimmer mit Küche. Bald kam der erste Sohn zur Welt, später noch zwei Buben. Willi Königer erhielt nach zwei erlernten Berufen und vielen Schulungen bei der Firma Kottern Textil eine Anstellung als Zahlmeister.

Obwohl das Geld knapp war, hat das Ehepaar 1956 in Durach ein kleines, bescheidenes Haus gebaut, und es 1988 modernisiert und erweitert. 'Hier sind wir bis heute glücklich, vor allem, wenn wir von unserem Balkon ins Grüne schauen können, mehr brauchen wir nicht', sind sich beide einig.

'Selbstverständlich mach ich meinen Haushalt samt Kochen und Backen alleine', betont die Jubilarin. Und ihr Mann bestätigt, 'die Familie versorgen war für sie immer das Allergrößte.' Das wissen heute auch vier Enkel und zwei Urenkel zu schätzen.

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