Bundeswehr
Wildpoldsried - Generalarzt über die Schwierigkeiten des Sanitätseinsatzes in Afghanistan

'Der Sanitätseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan - seine Hintergründe, Erfahrungen und Fakten' waren Thema eines Vortrags von Generalarzt Dr. Michael Tempel, Kommandeur des Sanitätskommandos III in Weißenfels/Sachsen, im gut besetzten Wildpoldsrieder Dorfsaal 'Kultiviert'.

Zentraler Auftrag der Bundeswehr sei es, die Gesundheit der Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen – sowohl im Auslandeinsatz als auch in der Heimat, betonte Tempel. Die Maxime der sanitätsdienstlichen Auftragserfüllung sei es daher, den Soldaten im Falle einer Erkrankung, eines Unfalls oder einer Verwundung eine medizinische Versorgung zuteil werden zu lassen, die im Ergebnis der fachlichen Versorgung in Deutschland entspreche.

Eine Rettungskette mit vier Ebenen solle das gewährleisten: Im Einsatzgebiet, so Tempel, werde ein verwundeter Soldat von einem Sanitätstrupp erstversorgt.

Je nach Gefechtslage und Grad der Verwundung werde der Verletzte entweder zu Land oder per Lufttransport zu einer Rettungsstation, dem Rettungszentrum oder Einsatzlazarett gebracht (Ebene zwei bis drei). Die Ebene vier schließlich sei ein Bundeswehr- oder ein ziviles Krankenhaus in der Heimat.

Rechtschaffene Menschen

Tempel erläuterte auch, vor welch schwierigen Herausforderungen die Sanitäter in Afghanistan stehen: 'Auf Grund der gebirgigen, zerklüfteten Landschaft ist es äußerst schwierig, Verwundete aus dem Gelände zu bergen.' Der Taliban sei überall und jederzeit bereit, aus dem Hinterhalt anzugreifen. Die Soldaten müssten deshalb immer und überall auf heimtückische Situationen gefasst sein. Über 90 Prozent der Afghanen seien jedoch rechtschaffene Menschen, die sich den Frieden wünschten.

'Deshalb sollte man der Verbrüderung die Hand reichen, auch wenn dies derzeit noch einem Ritt auf der Rasierklinge gleichkommt', ist Tempel überzeugt.

Veranstalter des Abends waren die CSU Wildpoldsried, Wendelin Einsiedler und Harald Voigt, Europa Union Oberallgäu. Die Spenden der Besucher gingen an die 'Gelbe Schleife', Solidarität mit den Soldaten'. Die Organisation setzt sich für die Anerkennung der Soldaten in der Gesellschaft ein.

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