Wilde Poger im Jugendzentrum

Buchloe Alles drehte sich um Rock- und Indierockmusik beim ersten Konzert in diesem Jahr, das die Initiative 'Buchloe Rock City' im Jugendzentrum veranstaltete. Vermutlich aufgrund etlicher zeitgleicher Konzerte in Jugendzentren des Umlandes kamen am Ende gerade mal hundert Besucher nach Buchloe. Drei Bandgrößen gaben sich ein gelungenes musikalisches Stelldichein.

Die Stimmung lässt sich von 'verhalten' bis 'unkontrolliert' beschreiben. Während die Tanzfläche zeitweise ganz leer war, tummelten sich kurze Zeit später wieder so viele 'Poger' auf der Bühne, dass die Musiker um ihr Equipment bangen und gar den Abbruch des Konzerts androhen mussten, um die 'wilden Jungs' wieder etwas zur Vernunft zu bringen. Aufgrund des Rauchverbots im Juze beschlossen etliche Jugendliche, sich das Konzert lieber von draußen anzuhören. Schade, denn es handelte sich an diesem Abend um ein qualitativ recht hochwertiges Bandangebot.

'Caastn' sind vier Jungs aus Kaufbeuren, die mit ihrer Mischung aus alternativem und Indierock alle Fäden in der Hand hatten, da sie sowohl gesanglich als auch instrumental glänzten. Dynamischer Schliff und harmonischer mehrstimmiger Gesang zeichneten das Quartett aus. Schade, dass sich die Besucher kaum für sie interessierten.

Punk mit deutschen Texten

Mit 'Captain Planet' betrat ein Quartett der Punk- und Indiesuperlative die Bühne. Punk mit deutschen Texten und Energie geladenem Rock sind Markenzeichen der Hamburger Männer. Sie gaben gesanglich und rhythmisch Vollgas. Das 'Kraftwerk' an tatkräftigem Rhythmus und schwerem Gesang kochte, das Publikum kochte mit und schoss beinahe etwas über die Grenze hinaus. Dritte im Bunde waren 'Sisikei' (kommt von 'child called Klaus') aus Obergünzburg. Sie heizten in der Mitte des Abends mit alternativem Rock ein. Das Ostallgäuer Quintett ließ den Funken überspringen. Auch bei den fünf Jungs fiel sofort der rote Faden an melodischem Rock auf. Auch sie basteln nicht irgendetwas zusammen, sondern lassen System erkennen. Sie schafften es in kurzer Zeit, einige 'von der Straße hereinzulocken'.

Schade an diesem Abend für alle drei Bands, dass es nicht mehr waren, die auch tatsächlich 'ins Juze' kamen. Dietmar Ledel

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019