Kempten
Wieviel Platz braucht die Staatliche Realschule?

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Reichlich eng geht es in der Staatlichen Realschule an der Salzstraße schon lange zu. Haben sich doch die Schülerzahlen in den vergangenen 13 Jahren mehr als verdoppelt - unter anderem wegen der Öffnung auch für Mädchen im Jahr 2000 und der Einführung der sechsstufigen Realschule. Ausgelagerte Klassen und fehlende Fachräume sind die Folge. Doch wie werden sich die Schülerzahlen künftig entwickeln - und muss die Stadt Geld für den Bau neuer Klassenzimmer in die Hand nehmen? Über diese Fragen entwickelte sich nun im Schul- und Kulturausschuss eine teils hitzige Diskussion.

Warum überhaupt diskutiert wurde: - Wie berichtet, sollen Staatliche Realschule und die benachbarte Wittelsbacherschule eine gemeinsame Mensa bekommen. Bei der Suche nach einem Standort hatten Stadträte dann die Frage aufgeworfen, ob man - um der Platznot zu begegnen - nicht gleich einen größeren Neubau auch für zusätzliche Klassenzimmer errichten sollte.

Was spricht gegen zusätzliche Räume? Die Hauptargumente gegen einen großen Neubau lieferte Schulreferent Benedikt Mayer: So könne die benachbarte Wittelsbacherschule, an der wegen der Schulsprengeländerung von 2007 inzwischen keine neuen Abc-Schützen mehr ins Schulleben starten, künftig Räume abgeben. Zugleich führte er sinkende Geburtenzahlen an für die Jahrgänge, die in den nächsten Jahren für die Realschule in Frage kommen (Zehn- bis 16-Jährige).

So dass man künftig kleine Klassen mehr werde auslagern müssen - selbst wenn durch den Trend zu kleineren Klassen insgesamt mehr Zimmer benötigt würden.

Die andere Seite: Ausreichend Platz in der Realschule - daran mochten weder der langjährige Realschulkonrektor Siegfried Oberdörfer, noch Lothar Köster (beide SPD) oder Michael Hofer (ÖDP) glauben. «Ich denke, dass der Bedarf wesentlich höher sein wird als hier dargestellt», erklärte Köster, während Hofer Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer vorwarf, zu kurzfristig zu denken. Der wiederum konterte, Hofer betreibe reine Spekulation in puncto Schulentwicklung. Oberdörfer prognostizierte unterdessen, dass man auch im Jahr 2013 noch Klassen auslagern werden müsse.

Das Ergebnis: Die Stadträte Alexander Hold (Freie Wähler), Erna-Kathrein Groll (Grüne), Thomas Kiechle (CSU) sprachen sich schließlich ebenso wie Hofer dafür aus, Möglichkeiten zur Schulerweiterung offen zu halten. Gegen die Stimme von Lothar Köster erhielt die Verwaltung den Auftrag, bei der Standortsuche für die Mensa auch eine spätere Gebäudeaufstockung im Blick zu haben sowie die dafür nötigen Mehrkosten.

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