Dietmannsried
«Wiesenblumen für die Bienen»

Zu einem Plädoyer für eine naturnahe Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen und gegen den Einsatz von Gentechnik wurde die Podiumsdiskussion mit politischer Prominenz beim Schwäbischen Imkertag in Dietmannsried. Alles, was Rang und Namen hat, war gekommen, freute sich Eckhard Radke als Vorsitzender des Bezirksverbandes Imker Schwaben und des Imkervereins Dietmannsried.

«Bienen und Imkerei» lautete der Titel der Diskusssion mit Teilnehmern aus Politik und Imkerverbänden. Zum Thema Pflanzenschutz, besonders beim Maisanbau, betonte Staatssekretär Dr. Gerd Müller, dass er und das Landwirtschaftsministerium die Befürchtungen der Imker um einen genverseuchten Honig ernst nehmen. Ministerialrat Hans Klein betonte, dass viele Bauern dem seit Jahrhunderten erprobten Wechsel der Fruchtfolge kritisch gegenüberstünden. Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, bemängelte eine «grüne Agrarwüste» ohne Blumen: «Wir brauchen für unsere Bienenvölker wieder Wildkräuter auf den Wiesen, um den Bestand zu sichern.»

Der Bayerische Bauernverband und die Imkerverbände müssten dafür Sorge tragen, dass das Hintergrundwissen der Bauern über die Imkerei dem aktuellen Stand entspräche, forderte MdL Ulrike Müller. «Wir brauchen wieder eine naturnahe Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen», zeigte sich Walter Haefiken, Präsident des europäischen Berufs- und Erwerbsimkerverbundes überzeugt.

Europaparlamentarier Markus Ferber beleuchtete die Gentechnik auf EU-Ebene. Eine industrielle Landwirtschaft schließe Artenvielfalt aus, «da müssen wir gegensteuern», so Ferber. Weitere Teilnehmer waren MdL Adi Sprinkart, Ferdinand Drexler, Vorsitzender im Landesverband Bayerischer Imker, und Johann Fischer, staatlicher Fachberater.

«Gut gelernt und falsch gemacht» unter diesem Titel beleuchtete Bienenzuchtberater Guido Eich Laves-Institut für Bienenkunde (Celle) in einen humorvollen und aufschlussreichen Vortrag die Imkerei und die Imker. «Jeder imkert nach seiner Facon mit einem gefährlichen Halbwissen», kritisierte er. Die Leidtragenden seien die Bienenvölker, die oft nicht überleben oder krank seien. Viele Vereine hätten den Mangel erkannt und sorgten verstärkt für eine gute Ausbildung.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen