Special Großbrände im Allgäu SPECIAL
Großbrände im Allgäu

Wieder Großbrand in Hergensweiler

Hergensweiler l kr,pem l Zwölf Schumpen sind bei einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Stockenweiler (Gemeinde Hergensweiler) in der Nacht zum Montag ums Leben gekommen. Ein Mitglied der Landwirtsfamilie erlitt eine Rauchvergiftung. Das Betriebsgebäude brannte trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehren ab. Die Brandursache ist unklar. 'Wir können Brandstiftung nicht ausschließen', sagte Kurt Kraus, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei Lindau. Die Kripo schätzt den Schaden auf 500 000 Euro.

Die Bewohnerin eines Nachbarhauses bemerkte die Flammen gegen 1.20 Uhr. Fast gleichzeitig wurde die Tochter des Landwirtes wach. Als die ersten Feuerwehrler aus Hergensweiler unter Einsatzleitung von Kommandant Günter Wilhelm am Brandort eintrafen, stand das Holzgebäude bereits in hellen Flammen. Der Landwirtsfamilie und Wehrlern gelang es, ein Dutzend Kühe, einen Stier, drei Pferde und verschiedene Kleintiere aus dem Stall zu retten. Zwölf Schumpen kamen dagegen in den Flammen ums Leben. Ein Mitglied der Landwirtsfamilie erlitt beim Versuch, die Tiere zu retten eine Rauchgasvergiftung und wurde im Lindauer Krankenhaus vorübergehend ärztlich behandelt.

Wegen der Größe des brennenden Gebäudes und seiner Nähe zu der umliegenden Bebauung wurden alle Wehren im Umkreis alarmiert. Insgesamt 160 Feuerwehrleute aus Lindenberg, Opfenbach, Maria-Thann, Wohmbrechts, Bösenreutin, Niederstaufen, Sigmarszell und Weißensberg waren schließlich im Einsatz. 2500 Liter Wasser in der Minute wurden für die Brandbekämpfung gefördert. Funkenflug gefährdete auch angrenzende Gebäude. Ein Übergreifen der Flammen konnten die Feuerwehrler aber verhindern.

Dagegen wurde das brennende Betriebsgebäude ein Raub der Flammen. Geräte, Maschinen und die gesamten Futtervorräte des Hofes wurden vernichtet. Der Hergensweilerer Bürgermeister Georg Betz, der in der Nacht zum Brandort geeilt war, sprach von einer 'Katastrophe'. Der Rathauschef kümmerte sich um die Unterbringung der Tiere auf anderen Bauernhöfen. Brennende Reste des Stadels drohten auf die nur wenige Meter entfernte Bundesstraße 12 zu stürzen. Sie wurde deshalb für den Verkehr gesperrt. Mit einem Bagger wurde ein Teil des Stalles niedergerissen, um eine Gefahr für die Straße zu beseitigen.

Ein Teil der Feuerwehrler war bis gestern Mittag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

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