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Wie werde ich Angler?

Beliebtes Hobby: Angeln.
  • Beliebtes Hobby: Angeln.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von David Yeow

Wer in Deutschland angeln möchte, der kann in den meisten Fällen nicht einfach losziehen und die Angel auswerfen. Vor dem ersten selbstgefangenen Fisch gilt es nämlich noch ein paar Hürden zu meistern. Welche das sind, verraten wir Ihnen hier.

Schritt 1: Der Vorbereitungskurs

Zuerst heißt es lernen. Wer hierzulande in Flüssen und Seen angeln möchte, der muss einen Vorbereitungskurs auf die Fischerprüfung absolvieren. Der wird z.B. von vielen Fischereivereinen angeboten. Die Dauer dieser Vorbereitungskurse variiert allerdings. Von Intensivkursen, die sich über ein paar Tage erstrecken bis zu Wochenendkursen, in denen man über mehrere Wochen hinweg regelmäßig Anglerwissen büffelt, ist alles möglich. Eine Übersicht der verfügbaren Kurse gibt es zum Beispiel auf der Homepage des Landesfischerei-Verbandes Bayern.

Schritt 2: Die Prüfung

Ist der Kurs absolviert, können Sie sich zu einer Prüfung anmelden. Prüfungen finden regelmäßig in ganz Bayern statt. Allerdings ist die Prüfung teilweise recht anspruchsvoll. Die in den Vorbereitungskursen vermittelten Inhalte sollten Sie unbedingt nochmal durcharbeiten.

Schritt 3: Der staatliche Fischereischein

Mit bestandener Prüfung können Sie den staatlichen Fischereischein beantragen. Das geht üblicherweise über die Verwaltung Ihrer Heimatgemeinde. Sie benötigen ein Passfoto, Ihren Personalausweis und die Bestätigung der bestandenen Prüfung. Sie können dann zwischen einem zeitlich begrenzten und einem Fischereischein auf Lebenszeit entscheiden. Je nach Dauer der Gültigkeit müssen Sie dann die entsprechende Fischereiabgabe entrichten. Die kann, abhängig von Ihrem Lebensalter, mehrere hundert Euro betragen.

Schritt 4: Der Erlaubnisschein

Wenn Sie dann endlich Ihren staatlichen Fischereischein in den Händen halten, können Sie aber leider noch nicht einfach losangeln. Sie müssen sich jetzt entscheiden, in welchem Gewässer Sie gerne angeln möchten. Wenn an dem gewünschten See, Bach oder Fluss die Angelsaison begonnen hat, können Sie sich den sogenannten Erlaubnisschein holen. Diese Scheine gibt es in Angelgeschäften, bei Fischereivereinen oder anderen Ausgabestellen. Wer nur mal einen Tag angeln möchte, entscheidet sich für eine Tageskarte. Es gibt für manche Gewässer allerdings auch Mehrtages-, Monats- oder Jahreskarten. Die Preise für diese Karten sind ganz unterschiedlich. Es gibt Gewässer, für die kostet eine Tageskarte schon mal 50 Euro, üblich sind aber Preise zwischen 10 und 20 Euro. Jahreskarten kosten dagegen schon mal schnell 200 Euro oder mehr.

Schritt 5: Fisch fangen

Hier fängt der Spaß erst an – oder aber die Probleme. Den Fischen ist es nämlich ziemlich egal, ob Sie alle Scheine und Erlaubniskarten haben. Wirklich Angeln lernen Sie erst jetzt. Viele Schneidertage – also Tage ohne gefangenen Fisch – dürfen Sie nicht entmutigen. Mit der Zeit bekommen Sie den Dreh raus und die Fische werden beißen...

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