Innenstadt
Wie geht es weiter beim Kemptener Künstlercafé?

Totgesagte leben länger: Beim früheren Haus International, heute besser bekannt als Künstlercafé, hat sich diese alte Volksweisheit längst erfüllt. Immerhin hatte dem maroden Gründerzeitbau an der Beethovenstraße eigentlich schon 2004 das letzte Stündlein geschlagen. Doch zu Abriss und Neubau kam es nicht - stattdessen hauchte eine Gruppe junger Künstler und Gastronomen dem denkmalgeschützten Haus neues Leben ein. Ausstellungen, Konzerte und Café - eine Mischung, die einschlug in der Kemptener Kneipenszene. Dennoch standen immer wieder Fragezeichen hinter dem Betrieb im «Künstler».

Nun ist es erneut so weit. Innerhalb der nächsten Monate könnte sich die Zukunft des Gebäudes - wieder einmal - entscheiden.

Wie berichtet, hatte es vor neun Monaten einen << Generationswechsel >> im Künstlercafé gegeben: Auf Gründer Gery Kantor folgten Anfang des Jahres Marc Först (27) und Tommy Leibfried (25). Für die beiden Studenten, die ursprünglich im Service der Gaststätte gearbeitet hatten, ist das Künstlercafé längst eine << Herzensangelegenheit >>. Weshalb sie Unterschriften für den Erhalt des Cafés sammeln. << Etwa 8000 bis 10000 Unterschriften dürften es schon sein >>, sagt Marc Först. Nach den Ferien wolle man weitermachen, um die Stadt so vielleicht zu einer Verlängerung des Mietvertrags zu bewegen. Nach aktuellem Stand läuft der Vertrag nämlich in vier Monaten aus.

Mindestens bis 2015 würden Först und Leibfried gerne weitermachen und haben deshalb mit einem eigenen Konzept und Kostenvoranschlägen ihren Hut in den Ring geworfen. Interessenten an dem Gebäude gibt es nämlich einige. Darunter dem Vernehmen nach auch ein Geschäftsmann, der in der Kemptener Innenstadt derzeit Millionen investiert.

<< Wir hoffen trotzdem, dass wir überzeugen können >>, meint Künstlercafé-Betreiber Först. Er räumt ein, dass im Innern des Cafés << etwas getan werden müsste >>. 20000 bis 25000 Euro seien dafür schätzungsweise nötig - << das würden wir schultern >>.

Einen bekannten Fürsprecher haben Först und Leibfried übrigens schon gewonnen: << Eine Chance für diese jungen Leute >> fordert nämlich die << Altstadttraudl >> gegenüber der AZ. Das Haus müsse objektsaniert und den Studenten weiterhin zur Verfügung gestellt werden, sagt Traudl Schwarz. Und was sagt die Stadt? Derzeit nicht allzu viel. Es gebe mehrere Vorschläge - diese werde man diskutieren, heißt es dazu aus dem Baureferat.

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