Mediathek Mediathek Video & Audio

Serie
Wie Firmen und Branchen auf die Coronakrise reagieren: BlackWhite Catering aus Kempten

Emanuel Oyeleye, BlackWhite Catering.
7Bilder
  • Emanuel Oyeleye, BlackWhite Catering.
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Vor etwa zweieinhalb Jahren hat Emanuel Oyeleye sein Unternehmen BlackWhite Catering gegründet. Eigentlich lief das Geschäft mit dem Catering-Service "echt gut", meint der 35-Jährige im Interview mit all-in.de. Durch die Corona-Krise sei die Auftragslage dann aber von "hundert Prozent auf null" zusammengebrochen: "Die nächsten Veranstaltungen werden abgesagt." 

Zwar habe Oyeleye staatliche Hilfen beantragt und bekomme jetzt wahrscheinlich ein bisschen Unterstützung. "Aber natürlich langt das nicht, um alle Fixkosten zu bedienen", meint Oyeleye. Anstatt den "Kopf in den Sand zu stecken" habe man sich deshalb überlegt:  Was braucht der Kunde da draußen? Die Antwort leuchtet ein: Gutes Mittagessen. Darum hat Oyeleye jetzt einen Lieferservice eingerichtet. Mit täglich wechselndem Angebot, das sich erst nach vier Wochen wiederholt.

Heute bestellt, morgen da

"Man bestellt heute bis 16:00 Uhr für morgen Mittag", erklärt Oyeleye. "So haben wir genug Zeit zu reagieren." Das Essen wird jeden Tag frisch zubereitet und zwischen 11:00 Uhr und 12:30 Uhr geliefert. Zur Auswahl stehen neben einem Fleisch- oder Fischgericht auch ein vegetarisches und ein veganes Essen. Zusätzlich kann auch noch zwischen vier Desserts gewählt werden. Alle vier Wochen werde die Karte bzw. die Auswahl gewechselt, so der 35-Jährige. Geliefert werde in Kempten bis 15 Kilometer Entfernung.

Übrig gebliebenes Essen bekommt die Tafel

"Wenn Essen über bleibt, (...) bringen wir das zur Tafel", sagt Oyeleye. Seiner Meinung nach sei es gerade jetzt für die Tafeln schwer an Essen zu kommen, das man auch wirklich genießen könne. Weil sein Unternehmen jeden Tag frisch koche, entschied das Unternehmen, das übriggebliebene Essen der Tafel zu geben. Damit sollen auch Menschen, "die nicht so gut betucht sind", die Möglichkeit haben, an "gutes und frisch gekochtes Essen" zu kommen. In Absprache mit der Leitung der Tafel, kocht das Team von Oyeleye aber auch gezielt für die Einrichtung. Der 35-Jährige appelliert an alle Kollegen, ebenfalls an die Tafel und andere Essensausgabe-Stätten zu denken.

Unterstützung von der Alten Schmiede

Unterstützung erhält der 35-Jährige von Christian Dalla Torre, dem Inhaber der "Alten Schmiede" in Kempten. Vor etwa drei Monaten haben sich die beiden kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Weil das Restaurant momentan geschlossen ist und Oyeleye eine größere Küche für seinen Lieferdienst benötigt, beschlossen die beiden zusammenzuarbeiten. 

"Personell unterstützen wir ihn nicht", sagt der Dalla Torre. Das dürfe er auch gar nicht. "Aber er braucht einfach einen guten Ort, wo er auch die Möglichkeit hat, sich zu entfalten." Daher stellt er Oyeleye seine Küche zur Verfügung.

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen