Pfronten
Wie die Milch in die Tüte kommt

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«So etwas hab ich noch gar nie miterlebt», freut sich Katharina. Die Siebenjährige besuchte mit ihren Eltern den Bauernhof der Familie Heer in Pfronten - und wurde gleich bei Ankunft Zeuge einer Geburt eines Kälbchens. Auch der Rest der Gruppe, die diese Auftaktveranstaltung der Herbstmilchwochen im südlichen Ostallgäu besuchte, war entzückt von dem Ereignis.

Ziel dieser Veranstaltungen ist es, den Verbrauchern bewusst zu machen, wie wertvoll das Lebensmittel Milch ist. «Mir geht es in erster Linie darum, mit Vorurteilen aufzuräumen und Kindern und Urlaubern zu demonstrieren, wie die Milch in die Tüte kommt», sagte Bauer Alois Heer. Das Engagement bewährt sich: Interessiert verfolgte die zwölfköpfige Gruppe das Hantieren von Bäuerin Sabine Heer mit der Melkmaschine. «Der Jahresdurchschnitt liegt bei 8000 Litern pro Kuh», beantwortete Landwirt Heer die Frage der Gäste nach der Leistung des Viehs.

Mehr als mit den Fakten rund um die Milchproduktion waren die kleinen Besucher mit dem Streicheln des Jungviehs beschäftigt, das in Einzel- und Sammelboxen noch im Stall untergebracht ist. «Für die Kinder ist das hier eine tolle Sache: fühlen, riechen, erleben», sagt Norbert Förster, der mit seiner Familie Urlaub im Allgäu macht.

Rita Osterried, die die Gruppe auf der kleinen Wanderung zum Bauernhof begleitete, sieht die Herbstmilchwochen als eine sinnvolle Aktion: «Sie helfen dabei, dass die Diskussionen um die Situation der Landwirtschaft nicht einschlafen. Auf diese Weise bekommen die Leute einen Einblick in die Abläufe eines Bauernhofs und wissen so die Arbeit der Landwirte mehr zu schätzen.»

Zum Abschluss durften die Kleinen noch eine Fahrt auf dem Heuwagen genießen und sich danach bei einer Brotzeit der frischen Milchspezialitäten bedienen. «Der kleine Ausflug war wirklich aufschlussreich», sagte Monika Prell aus Feucht. «Besonders, wenn man sieht, wie viel Arbeit in so einem Bauernhof steckt - da muss viel Liebe dabei sein.»

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