Wider die weißen Massen

Von Verena Kaulfersch | Westallgäu Sie machen den Weg frei: Die Mitarbeiter des Winterdienstes im Landkreis. Für die Fahrer der Straßenmeisterei Lindenberg hieß es gestern ab 0 Uhr früh: Ausrücken. Denn Dauerschneefall verwandelte die Straßen im Westallgäu zeitweise in Tiefschneezonen.

'Wir sind zuständig für den gesamten Landkreis Lindau und betreuen die Staats-, Bundes- und Kreisstraßen, insgesamt rund 230 Kilometer Straßennetz', sagt Markus Eder, Leiter der Straßenmeisterei Lindenberg. Die Straßenmeisterei selbst verfügt laut Eder über vier eigene Fahrzeuge und 20 Mitarbeiter für den Winterdienst.

Zudem arbeitet sie mit acht Fremdunternehmern zusammen, kann also unterm Strich zwölf Fahrzeuge einsetzen. Es gibt eine Schichteinteilung mit drei Gruppen. Eine davon umfasst jeweils vier Männer, die acht Stunden fahren. Danach übernimmt die nächste Gruppe. An einem Tag wie gestern seien alle zwölf Schneepflüge im Einsatz, ansonsten werden Fahrzeuge und Mitarbeiter nach Bedarf eingesetzt. Drei Mitarbeiter, die Wettermelder, behalten Schneefall und Straßensituation - auch nachts - im Auge und verständigen eventuell den jeweiligen Gruppenleiter, damit dieser die übrigen Fahrer in Bewegung setzt.

Eine Regelung über die Reihenfolge, in der geräumt wird, existiere nicht: 'Wir schauen, dass wir ziemlich gleichzeitig auf alle Straßen rauskommen', so Eder. Besonders achte man aber darauf, dass Hauptverkehrsadern für die Berufstätigen durchgängig seien. So liegt das Augenmerk etwa auf den Zufahrtsstraßen nach Heimenkirch oder Lindenberg. Auch die Bundesstraßen seien wegen des Schwerverkehr besonders wichtig.

Unterwegs haben die großen Laster laut Eder rund sechs Tonnen Streusalz dabei, die zwei Unimogs der Straßenmeisterei 2,5 Tonnen. Der Jahresverbrauch der Straßenmeisterei liege zwischen 2500 und 3000 Tonnen in einem strengen Winter, so Eder.

Auf den Gemeindestraßen von Weiler-Simmerberg sorgen die Mitarbeiter des Bauhofs mit fünf Schneepflügen und einem Radlader dafür, dass die Straßen befahrbar bleiben. Laut Helmut Merath vom Bauhof übernehmen zwei Teams mit je sechs Männern den Dienst, der Anfang des Winters wochenweise eingeteilt wird. Bei Dauerschneefall löst ein Team das andere nach acht Stunden ab. In diesem Fall sind alle sechs Fahrzeuge im Einsatz. Auch beim Bauhof in Weiler gibt es die Regelung, dass ein Mitarbeiter die Wetterlage beobachtet und gegebenenfalls die Kollegen informiert. Unterwegs waren die Räumfahrzeuge gestern ab etwa 4 Uhr.

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