Hochwasserschutz2
«Wichtig ist, die Betroffenen zu beteiligen»

Übereinstimmend sind die Bürgermeister der sechs beteiligten Unterallgäuer Gemeinden der Auffassung, dass das Projekt Hochwasserschutz Günztal generell richtig und wichtig ist. Alfons Weber, Markt Rettenbach: «Für mich ist es momentan das Wichtigste, bei einem so großen Projekt auch die Bürger und Betroffenen - explizit meine ich damit die Landwirte - zu beteiligen. Wenn das gelingt, sind wir einen guten Schritt weiter.»

Bernd Schäfer, Ottobeuren: «Wir bemühen uns seit 14 Jahren um einen Hochwasserschutz und haben bisher nicht die Mittel dafür aufbringen können. Ich begrüße das Projekt daher sehr, bedauere aber fast, dass die letzten Hochwasser der Jahre 1999 und 2005 schon so lange zurückliegen. Bei manchem Bürger scheinen sie nämlich schon wieder in Vergessenheit geraten zu sein.»

Otto Göppel, Babenhausen: «Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Unser Vorteil ist, dass wir kein Becken bekommen, sondern bloß Nutznießer sind. Von daher wird die Umsetzung in Babenhausen einfacher. Und natürlich kommen da auf jede Gemeinde relativ hohe Kosten zu - aber das Geld ist eine gute Investition.»

Dr. Peter Wassermann, Erkheim: «Da das geplante Becken südlich der Gemeinde liegt, wird sich die Landschaft, wie sie jetzt ist, bei uns nicht viel verändern. Wir haben die Problematik, dass bei uns verschiedene Maßnahmen zum Hochwasserschutz laufen, etwa auch in Daxberg. Aber wir werden versuchen, das baldmöglichst zu lösen.»

German Fries, Sontheim: «Es ist die einzige Chance, ein Projekt dieser Größe zu verwirklichen. Wir erhoffen uns dadurch auch, dass die Ortsentwicklung vorangetrieben wird. Für uns als Gemeinde ist es eine zusätzliche Herausforderung, weil zwei weitere Rückhaltebecken in Attenhausen in unserer Planungshoheit liegen.»

Christa Bail, Westerheim: «Wir haben leider einen Beckenstandort, der - das muss man ganz offen sagen - in der Bevölkerung nicht allzu sehr akzeptiert ist. Aber es geht nur miteinander. Der Gemeinderat ist daher sicher mit im Boot, schwierig wird aber die Diskussion mit den Bürgern. Aber ich hoffe, dass wir die notwendige Akzeptanz schaffen werden. Mit den Kosten hat der Gemeinderat noch ein Problem. Da müssen wir nochmal drüber reden.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen