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Verkostung
Whisky Stone in Betzigau: Mehr als nur teurer Schnaps

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Wer gerne einen Jack Daniel's mit Cola trinkt, macht erstmal nichts falsch. Aber man kann Whisky natürlich auch mit Stil genießen. Ines und Norbert Leege aus Betzigau kennen sich mit dem schottischen Nationalgetränk bestens aus.

Vor acht Jahren haben sie ihren Spezial-Laden eröffnet. 900 (!) verschiedene Whiskys bieten sie hier an, zu Preisen zwischen 18,90 € bis zum 479-€-Whisky in der repräsentativen Verpackung, von dem es weltweit nur 45 Flaschen gibt. Das Ganze in der passenden Atmosphäre, detailverliebt eingerichtet mit den passenden Accessoires inklusive der schweren Chesterfield-Sitzgruppe im Nebenzimmer. Passendes Ambiente für eine Whisky-Verkostung.

Ähnlich wie bei einer Weinprobe bekommt man mehrere Sorten Whisky zum Probieren. Und diese Whiskys sollte man tatsächlich nicht mit Cola mischen. Man macht schließlich auch keine Weinschorle mit einem Château Cheval Blanc.

Whisky im Allgäu - eine Nische? "Ich würde sagen: nicht mehr", sagt Ines Leege. Whisky ist im Kommen. Das hängt wahrscheinlich mit der heutigen Zeit zusammen. "Whisky hat etwas Gediegenes. Er zwingt dich, runterzukommen, dir Zeit zu nehmen und zu genießen." Genau richtig, um von der Hektik des Alltags abzuschalten und zu entspannen. "So ein Whisky sagt: Setz dich hin und genieß mich in aller Ruhe."

Die Whisky-Verkostung im "Whisky & Stone" läuft ähnlich ab wie eine Weinprobe. Ines Leege füllt mehrere Gläser mit unterschiedlichen Whiskys in einer sinnvollen Reihenfolge. Man startet mit einem eher "leichten" Whisky und endet - je nach Geschmack - beim schwer torfigen Whisky für echte Kenner. "Slainte" (gesprochen in etwa: "Slaansche") ist der schottische Trinkspruch (vergleichbar mit "Prost" oder "Zum Wohl").

Herausschmecken kann man viel: fruchtige Noten, weiniges Aroma, Pfefferminz, starke Würze, Fleischgeschmack, Schokolade. Beim "schweren" Whisky am Schluss gerne auch mal Hafenbecken, Seetang, Fischkutter. Die Geschmäcker hängen ab von den verwendeten Fässern, von der jeweiligen Hefe, vom Brennverfahren, von der Form der Brennblase.

"Der erste Schluck ist erstmal nur: Schnaps. Der zweite Schluck spricht", sagt die Expertin. "Der zweite Schluck sagt dir: Du magst ihn oder du magst ihn nicht." Um den Whisky richtig kennen zu lernen, empfiehlt Ines, beim zweiten Schluck vorher ein bisschen Spucke auf der Zunge zu sammeln. "Ruhe, nicht bewegen und langsam schlucken. Ausatmen. Dann ist der ganze Kopf voller Geschmack."

Interessantes zum Thema Whisky: Die Schotten verwenden gerne gebrauchte Fässer. Das hat mit Sparsamkeit nichts zu tun: Der Whisky nimmt die Geschmäcker auf von dem, was vorher im Fass war. Manche schottischen Whiskys beispielsweise reifen in ehemaligen Sherry-Fässern, andere in US-amerikanischen Whisky-Fässern. "Die Amerikaner dürfen ihren Whisky nur einmal in einem Fass reifen lassen, dann müssen sie die Fässer zerhacken oder an die Schotten verkaufen. Und das tut dem schottischen Single-Malt sehr gut", sagt Ines.

Hinweis für die besonders Aufmerksamen: Nein, es fehlt kein "e" in "Whisky". "Whiskey" schreibt man in Irland und in den USA. Die Schottland sparen sich das "e". Im "Whisky & Stone" gibt es fast nur schottischen Whisky, daher auch die schottische Schreibweise.

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