Mittelberg / Kleinwalsertal
Wetterstation füllt weißen Fleck Kleinwalsertal

Höchste Zeit war es für eine eigene Wetterstation im Kleinwalsertal - das zumindest sagt Dr. Manfred Bauer, stellvertretender Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Regionalstelle für Tirol und Vorarlberg. Bis vor Kurzem hatte ein Wetterbeobachter telefonisch über Regen, Schnee, Wind und Temperaturen informiert. Künftig wird eine Wetterstation in Mittelberg auf dem Grundstück der Volksschule die Zentralanstalt mit digitalen Daten beliefern.

«Die neue Wetterstation füllt endlich den weißen Fleck Kleinwalsertal im dichten österreichischen Messnetz», sagt Bauer. Dieses umfasst inzwischen 250 Messstationen und ist damit eines der dichtesten weltweit. «In Deutschland haben wir auf 50 Kilometern ein Wetter. Im geografisch so extrem unterschiedlich gegliederten Österreich haben wir auf 50 Kilometern fünf Wetter», erläutert er die Notwendigkeit der vielen Stationen. Auch das Wetter im Kleinwalsertal stimme weder mit Daten aus Oberstdorf noch aus benachbarten Vorarlberger Gemeinden überein. Mittelberg sei eine klassische Föhnzone. Besonders betroffen ist das Tal laut Bauer zudem von niederschlagsintensiven Nordwest- bis Nordoststaulagen.

Mittels einer Installation auf dem Schuldach werden künftig Windrichtung und Windgeschwindigkeit gemessen, drei eingezäunte Gerätschaften neben dem Sportgelände übermitteln im Zehn-Minuten-Takt die Temperatur in zwei Metern Höhe, die relative Luftfeuchtigkeit, die Niederschlagsmenge sowie die Schneehöhe. Stündlich werden die Daten von der Zentralanstalt abgerufen, um im Ernstfall - etwa bei Hochwassergefahr - rasch reagieren zu können. Die Station selbst stellt die ZAMG zur Verfügung, für Installation, Sicherung und Pflege kommt die Gemeinde auf.

Zugänglich gemacht werden sollen die Daten zudem der Bevölkerung.

Auf der einen Seite stellen sie gerade für die örtliche Lawinenkommission eine wertvolle Hilfe dar, auf der anderen Seite will Bürgermeister Werner Strohmaier die Werte touristisch nutzen und im Internet möglichen Gästen zugänglich machen. «Es ist heutzutage extrem wichtig, ehrliche Wetterdaten zu liefern», betont er.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen