Viernheim
Westendorf verliert überraschend

Eine herbe 18:23-Niederlage mussten die Westendorfer Ringer am vergangenen Samstagabend in der Zweiten Ringer-Bundesliga hinnehmen. Eine enttäuschende erste Kampfhälfte war das entscheidende Manko. Zur Halbzeit lagen die Ostallgäuer nach fünf Kämpfen schon mit 5:14 gegen den starken Aufsteiger SRC Viernheim zurück. Eine tolle Aufholjagd in der zweiten Hälfte brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Somit trat der TSV ohne Punkte die Heimreise an.

In der ersten Begegnung des Abends traf Tizian Reggel im Limit auf David Heckmann. Hier machte sich der Altersunterschied deutlich bemerkbar: In den ersten beiden Runden konnte der 16-Jährige noch etwas dagegenhalten, ehe er in Runde drei auf beide Schultern gelegt wurde. Sein Debüt für den TSV gab Gyorgy Rizmeier. Mit Sascha Helmling hatte er einen äußerst unangenehmen Kontrahenten. Doch der Ungar überzeugte dennoch, siegte hochverdient mit 3:1-Runden und brachte den TSV-Express wieder ins Rollen. Nun lag es an Thomas Simnacher gegen Marco Schmitt so wenig Punkte wie möglich abzugeben. Aber Defizite in der Bodenverteidigung machten dem Westendorfer einen Strich durch die Rechnung, was zu seiner 0:3-Niederlage führte.

Tsikovani enttäuscht

Die Enttäuschung im Team des TSV war Micheil Tsikovani. Gegen Toni Seifert hatte er keine Chance und ging konditionell bedingt komplett unter. «Das war eigentlich der Knackpunkt im Kampf. Ab hier haben wir gewusst, dass es sehr schwer werden wird», so Aushilfscoach Bernd Nothelfer. Im darauf folgenden Kampf verschlief Geburtstagskind Steve Masuch die erste Runde und drehte dann voll auf. In Runde zwei und drei holte er so einen großen Punkteabstand, dass ein 4:1-Sieg schon fast sicher war. Doch sein Kontrahent Niebler nahm sich zwei Mal eine Auszeit, in der er eine Verletzung vortäuschte, was vom eher mäßig pfeifenden Schiedsrichter nicht geahndet wurde. Masuch verlor noch 2:3.

Nach der Pause ging es zunächst bis 84kg Griechisch/römisch weiter: Hier war der Viernheimer haushoher Favorit. Die Devise vor dem Kampf lautete daher Schadensbegrenzung für Michael Heiß. Doch der Gymnasiast zeigte zum Erstaunen aller sein unwahrscheinliches, ringerisches Talent, indem er Runde eins und zwei durch wunderbare Schulterschwünge aus dem Stand gewann. Danach machte sich aber der Gewichtsnachteil von fast neun Kilo bemerkbar und Heiß verlor nach einem sensationellen Kampf mit 2:3. Ein heißer Tanz war auch der Kampf von Max Goßner gegen Thomas Karnauka. Der Unterostendorfer konnte durch seine Abgeklärtheit im Bodenkampf die ersten beiden Runden für sich entscheiden. Doch dann brach auch er etwas konditionell ein und verlor die beiden folgenden Runden. Aber das zweite Geburtstagskind an diesem Tag wendete den Kampf in der fünften Runde durch einen herrlichen Durchdreher kurz vor Ende des Kampfes.

Christian Stühle hatte mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie zuvor Michi Heiß: Dem Gewichtsunterschied. Der Viernheimer Neuzugang Ismail Murafov gewann zunächst die ersten beiden Runden, ehe Stühle seine alte Konditionsstärke ausspielte, Runde drei und vier gingen an den TSV-Athleten. Doch in der fünften Runde lief der Steinmetz in einen Konter des Bulgaren und verlor nach tollem Kampf mit 2:3, womit die Westendorfer Niederlage besiegelt war. Shenol Ali Ahmed und Philipp Heiß glänzten zwar noch in den beiden letzten Kämpfen, was aber nichts an der eher getrübten Stimmung bei Anhängern und Ringern änderte.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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