Diözese
Westallgäuer Domvikar wird Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg

Ihren hundertsten Geburtstag feiert die Katholische Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Augsburg am Freitag, 4. November, – und Armin Zürn seinen ersten Arbeitstag. Der 42-jährige gebürtige Westallgäuer (geboren in Lindenberg, aufgewachsen in der Gemeinde Wohmbrechts) ist der neue Direktor der KJF. Bereits im Frühjahr 2010 wurde er vom Diözesanbischof für den Posten ausgewählt.

Als Vorstandsvorsitzender des Wohlfahrtsvereins führt der Domvikar rund 3000 Mitarbeiter in der Region der Diözese Augsburg. Wir sprachen mit ihm über seine neue Aufgaben.

Herr Zürn, hätten Sie damit gerechnet für den Posten vorgeschlagen zu werden?

Zürn: Nein, die Anfrage kam schon sehr überraschend. Aber seither hatte ich genug Zeit, mich auf die neuen Aufgaben einzustellen.

Bislang haben Sie in Augsburg eine Gemeinde geleitet, waren verantwortlich für die Ausbildung ausländischer Priester und in der Hospizarbeit aktiv? Werden sie diese Aufgaben vermissen?

Zürn: Die Hospizarbeit werde ich weiter machen. Meine Pfarrei habe ich bereits im März abgegeben. Die Gemeindearbeit vermisse ich schon sehr. Auch die Zusammenarbeit mit den ausländischen Kollegen war sehr bereichernd und ich habe viel daraus gelernt. Aber ich freue mich auf die neuen Aufgaben, denn ich bin überzeugt, dass sie wichtig und gut sind.

Wie sieht Ihre Arbeit ab November aus?

Zürn: Ich habe bisher schon einen Großteil unserer über 70 Einrichtungen besucht. Und ich hoffe, dass dafür in Zukunft auch noch genügend Zeit bleibt. Natürlich bin ich aber auch der Vertreter für gesellschaftliche und politische Termine. Diese sind auch sehr wichtig, um die nötige öffentliche Aufmerksamkeit für die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, zu erreichen.

Ich finde gerade diesen Spagat spannend: Konkrete Hilfe im Einzelfall leisten aber auch gesellschaftlich etwas für die Kinder und Jugendlichen bewegen.

Was gefällt Ihnen besonders an der Arbeit der KJF?

Zürn: Ich finde es toll, in wie vielen verschiedenen Bereichen wir Hilfe leisten. Ob medizinische, soziale und psychologische Hilfe oder in der Integrations- und Bildungsarbeit. Und die Kinder und Jugendlichen werden nicht fallen gelassen. Wir begleiten sie quasi von der Geburtsvorbereitung bis zum Berufseinstieg.

Wie stehen Sie zu der Diskussion, den die Errichtung des Baumwipfelpfades Scheidegg in Ihrer alten Heimat ausgelöst hat? Einige halten das kommerzielle Betreiben des Skywalks nicht für eine gemeinnützige Aufgabe für die KJF.

Zürn: Ich denke, das Projekt ist sehr wohl gerechtfertigt und hat viele soziale Aspekte. Zum einen wird der Skywalk als Integrationsfirma betrieben. Über die Hälfte der knapp 30 Angestellten sind Mitarbeiter mit Behinderung.

Und auch therapeutische und pädagogische Konzepte stecken dahinter. Seit Oktober waren bereits 150 000 Besucher da. Die Menschen haben also mit ihren Füßen für das Projekt gestimmt.

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