Wirtschaft im Allgäu
Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Messe
Werbetrommel auf der Grünen Woche gerührt

Vor einem Jahr präsentierte sich das Allgäu in einer nie gekannten Vielfalt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. In diesem Jahr fiel der Auftritt deutlich kleiner aus. Trotzdem wurde die Werbetrommel kräftig gerührt.

Vor allem der Landkreis Lindau präsentierte sich mit der Westallgäuer Käsestraße und Bodenseeobst. Zweimal täglich wurde in der Halle des Bundeslandwirtschaftsministeriums die traditionelle Käseproduktion im Kupferkessel demonstriert. Außerdem war Landrat Elmar Stegmann zum Bürgerforum bei Bundespräsident Christian Wulff eingeladen.

Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller (Kempten) probierte mit seinen Agrarministerkollegen aus aller Welt gerne die Spezialitäten aus dem Allgäu. Umgekehrt wurde er zu den Gastländern eingeladen und durfte mit dem marokkanischen Wirtschaftsminister Aziz Akhannouch Couscous kochen. An ihrer Seite stand mit Wahabi Nouri der Koch des Jahres 2010, der das Koch-Einmaleins in Krumbach gelernt hatte. Beim internationalen Agrarministergipfel hatte er einige Bodenseeäpfel mit gravierten Widmungen im Gepäck.

Am einem weiteren Stand des Ministeriums präsentierte Bio-Gärtner Christian Herb (Kempten) ökologischen Landbau und Kräuter.

Nicht mehr dabei waren diesmal die Hörnerdörfer, der Kranzegger Mohrenwirt mit seinem Biergarten und die Region Alpsee-Grünten. In die Bresche sprangen die Anbieter von «Urlaub auf dem Bauernhof», die in Partnerschaft mit dem Tourismusverband Allgäu-Bayerisch Schwaben in Berlin waren.

Pate für das Ostallgäu stand einmal mehr die Firma AGCO-Fendt mit ihren Schleppern. Der Marktoberdorfer Traktorenhersteller zählte zu den Magneten in der Sonderschau «Erlebnis Bauernhof».

Jahrzehntelang war das Allgäu in der Halle der Bundesländer vertreten. Vor allem Käseexperte Rupert Roggors (Untrasried) und Käsesommelieré Roswitha Boppeler (Obergünzburg) prägen das Image des Südens.

Stände in einer Halle bündeln

Doch hier will Landwirtschaftsminister Helmut Brunner eine Neuausrichtung: «Das ist vermutlich unser letzter Auftritt in bekannter Form.» Er bezeichnet die Grüne Woche als wichtige Messe und will Verbände, Organisationen und Initiativen auch weiterhin bei der Vermarktung unterstützen. Er sieht in dem Rückzug eine Chance, dass die Stände aus Bayern in einer Halle gebündelt werden können.

Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, erkennt unter den 400000 Besuchern nur wenig Potential für neue Allgäu-Urlauber. Trotzdem sieht er Möglichkeiten für eine weitere Teilnahme: «Wenn es genügend Interesse aus dem Allgäu gibt an der Grünen Woche teilzunehmen, wird das die Allgäu GmbH koordinieren.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020