Buchloe
Wer will, kann jetzt schon wählen

Elf Direktkandidaten und 19 Parteien buhlen in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Buchloe um die Gunst der Bürger bei der Bundestagswahl. Am 27. September wird sich zeigen, wer wie viele Stimmen erhalten hat. Wer jetzt schon weiß, wem er sein Vertrauen schenken will, kann bereits Briefwahlunterlagen im Rathaus anfordern und seine beiden Kreuzchen machen.

Schnell im Rathaus melden

Wahlberechtigt sind in der VG 13700 (Stadt Buchloe 8799, Jengen 1794, Waal 1693 und Lamerdingen 1414) deutsche Staatsbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten ihren Lebensmittelpunkt in der VG haben. Sie alle erhalten in den kommenden Tagen ihre Wahlbenachrichtigungskarten. Wer bis einschließlich 6. September keine bekommen hat, sich aber dennoch wahlberechtigt fühlt, soll sich schnell im Rathaus melden.

Auf den Karten ist ersichtlich, in welchem der 36 Wahlbezirke der VG der Empfänger wählen darf. Wer am Wahltag verhindert ist, kann seine Stimmen per Briefwahl abgeben. Auch dafür ist die Wahlbenachrichtigungskarte wertvoll. Auf ihr befindet sich ein bereits vorgefertigter Antrag. Wer diesen ausfüllt und ins Rathaus mitbringt, erhält seine Briefwahlunterlagen dort gleich ausgehändigt.

Erledigen kann man dies auch im Internet. Auf der Startseite der Stadt (www.buchloe.de) befindet sich bereits ein Link für die Beantragung der Unterlagen. Mit Adresse, Geburtsdatum, Wahlbezirks- und Wählerverzeichnisnummer (beides auf der Wahlbenachrichtigungskarte zu ersehen) kann der Antrag bis spätestens Mittwoch, 23. September, 12 Uhr abgeschickt werden. Die Briefwahlunterlagen kommen dann zu Hause an.

Wer kein Internet hat und sich auch sonst nicht selbst um die Briefwahlunterlagen kümmern kann, hat die Möglichkeit, eine Vollmacht auszustellen und sich die Stimmzettel von einem Verwandten oder Bekannten bis spätestens Freitag, 25. September, besorgen zu lassen. Der Antrag hierfür befindet sich ebenfalls auf der Wahlbenachrichtigungskarte.

«Wenn jemand kurzfristig krank wird, kann er oder ein Bevollmächtigter die Briefwahlunterlagen aber sogar am Wahlsonntag im Rathaus abholen», erklärt der Wahlleiter der VG, Arthur Salger. «So einen Fall hatten wir auch bei der Europawahl im Juni», erzählt der Geschäftsstellenleiter. «Wir wollen ja die Wahlbeteiligung nach oben bringen.»

Wahlberechtigt bei der Bundestagswahl sind ausschließlich deutsche Staatsbürger, auch die, die im Ausland leben. Sie müssen in der deutschen Gemeinde, in der sie zuletzt drei Monate am Stück gelebt haben, ihre Wahlunterlagen beantragen. Im Buchloer Einwohnermeldeamt gingen bereits einige solcher Anträge ein. Sie kommen aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus Südafrika, Großbritannien oder der Schweiz, berichtet Salger. Weitere Anträge aus dem Ausland sollten schnellstmöglich, spätestens jedoch bis 6.

September, gestellt werden, damit die Unterlagen rechtzeitig verschickt werden können.

Für einen reibungslosen Ablauf am 27. September sorgen die 216 Wahlhelferinnen und -helfer. Diese sind laut Salger bereits eingeteilt. Allerdings können sich Freiwillige noch im Buchloer Rathaus melden, da «es immer mal wieder auch kurzfristige Absagen gibt».

Repräsentative Statistik

Eine Besonderheit hat die Verwaltungsgemeinschaft bei der Bundestagswahl auch. «Wir haben in Honsolgen einen sogenannten repräsentativen Stimmbezirk», erklärt Salger. Dort wird mit nach Geburtsjahresgruppen und Geschlecht gekennzeichneten Stimmzetteln gewählt. Dies dient lediglich der repräsentativen Wahlstatistik; das Wahlgeheimnis wird gewahrt. «Die Auswertung der Stimmzettel, die nach der Wahl nach München gehen, übernimmt das Statistische Landesamt», erklärt der Wahlleiter.

Die Kosten der Wahl (hauptsächlich Aufwandsentschädigungen für die Wahlhelfer und Büromaterial) belaufen sich - ähnlich wie bei der Europawahl - auf knapp 10000 Euro. «Wesentlich aufwendiger und teurer sind die Kommunalwahlen für uns», erklärt Salger. «Bis dahin ist aber ja noch drei Jahre Zeit.»

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