Oberostendorf
Wenn Horst Schlämmer baden geht

Das Beste aus 20 Jahren - das war das Motto, das sich die Organisatoren des Kirchweihtaler Schubkarrenrennens, der Musikverein Oberostendorf (MVO), heuer zur 20. Ausgabe des Gaudirennens zur Vorgabe gemacht hatten. Dass die Fangemeinde um die urigen Gefährte in zwei Jahrzehnten zu einer gestandenen Masse angewachsen ist, zeigte der große Andrang im Hof der Maschinenhalle Geiger.

Für den Gemeindespaß am Sonntag hatten die Parcours-Chefs Meinrad Hefele und Alois Steck ihre besten Hindernisse aus 20 Jahren ins Rennen geschickt. So zählten Klassiker wie das traditionelle Wasserbecken zu den Hürden, die die zehn Teams mit ihren liebevoll aufgemotzten Schubkarren zu überwinden hatten. Aber auch Steilwand, Seifen-Steige und Schlammbecken forderten den Rennteilnehmern nicht nur Geschicklichkeit und Kondition ab, sondern vor allem auch Zähigkeit und Humor.

Mit dem teilweise aufwendigen und phantasievollen Tuning der Schubkarren ist es mittlerweile aber schon lange nicht mehr getan. Vielmehr steht zum Renn-Intro bei der Teamvorstellung das schauspielerische Talent im Vordergrund und fließt maßgeblich in die Originalitätsbewertung mit ein. In regelrechten kleinen Einaktern stellen die Laienrennfahrer ihr Motto vor, zünftige Verkleidung inklusive.

Ganz zur Freude ihrer Zuschauer, die sich so an diesem Wochenende unter anderem bestens mit Michael Jackson, Horst Schlämmer und Al Bundy amüsierten.

Beim Rennen selbst ist mittlerweile ebenfalls die Witzigkeit Trumpf. Die Fans jedenfalls sehen ihre Akteure am Liebsten mitten im feuchten Element. Ob die Titelanwärter dabei freiwillig oder ungeplant im Wasserbecken tauchen oder nach einem schwungvollen Rutsch durch die Röhre eine grazile Bauchlandung im Matsch hinlegen, spielt dabei keine Rolle. Den Betrachter freuts - auch wenn er selbst anschließend von zahlreichen Wasser- und Matschspritzern gezeichnet ist.

Dass der Parcours über die Jahre anspruchsvoller geworden ist, dokumentiert die Teilnehmerliste.

Daniela Reuter einzige Frau

Heuer stellte sich Daniela Reuter als einzige Frau den glitschigen und kräftezehrenden Herausforderungen auf dem Rennfeld. Mit Abstand zu den Senioren behauptete sich das MVO-Team mit Meinrad Hefele und Anton Trautwein. Nachdem sie als Teilnehmer eigentlich schon im Ruhestand waren, mobilisierten sie zum Jubiläumsrennen nochmal alle Kräfte und stellten sich erfolgreich den jungen Mitstreitern. Traditionell die Nase vorne in den beiden Wertungskategorien hatten die Ringer Bernhard Hoffmann und Robert Steck.

Sieger des Rennens waren aber die Zuschauer, die nach dem gut zweistündigen Event mit bester Laune im angrenzenden Festzelt das MVO-Herbstfest ausklingen ließen.

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