Jugendsozialarbeit
Wenn ein Kind den Unterricht stört

Ein Kind kommt vermehrt nicht oder zu spät in die Schule oder es stört immer wieder den Unterricht - dafür kann es zahlreiche Gründe geben. Mal stecken familiäre Probleme dahinter oder das Kind leidet unter Schulängsten.

Oft bleibt den Lehrern während des Unterrichts zu wenig Zeit um sich intensiv mit den Problemen der einzelnen Schüler auseinander zu setzen.

An einigen Schulen gibt es Sozialpädagogen, die sich im Rahmen des Programms Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) speziell um Schüler kümmern, die Schwierigkeiten oder Probleme haben. Seit diesem Schuljahr arbeitet Lisa Fehrer an der Grundschule der Antonio-Huber-Schule. Die 49-jährige Lindauerin betreut in Zusammenarbeit mit den Lehrern die knapp 130 Schüler.

Im Landkreis Lindau gibt es insgesamt an sieben Schulen sogenannte JaSler, unter anderem an der Antonio-Huber-Schule und den Hauptschulen Lindenberg und Weiler.

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendamt. «Ich berate Lehrer und Eltern und will auch für die Schüler Ansprechpartner sein», sagt Fehrer. Ihr neues Büro ist auch gleichzeitig die Schulbücherei. «Ich finde das ganz schön, so bekomme ich auch ein bisschen Kontakt zu den Schülern», sagt Fehrer.

An zwei bis drei Tagen in der Woche ist die Halbtageskraft vor Ort in der Schule. «Ich will auch ein niederschwelliges Angebot für die Eltern anbieten. Zum Jugendamt zu gehen ist für viele oft ein großer Schritt», sagt die Sozialpädagogin. Hier hätten sie die Möglichkeit direkt an der Schule mit der Sozialpädagogin zu sprechen. Die Arbeit des Jugendamts in Lindau kennt die 49-Jährige gut. «Ich habe einige Zeit dort gearbeitet, auch freiberuflich.»

Projekte geplant

Doch nicht nur bei Schwierigkeiten will sie die Lehrer unterstützen, die Eltern beraten oder den Schülern zuhören, auch sind Projekte in den einzelnen Klassen geplant. «Ich will zum Beispiel eine Art sozialen Trainingskurs anbieten», sagt die zweifache Mutter. Spielerisch sollen dort die Grundschüler lernen wie sie etwa mit Konflikten umgehen können. Neben ihrer Arbeit an der Grundschule der Antonio-Huber-Schule leitet sie zwei Theatergruppen an Schulen in Eschach und Reutin bei Lindau.

Fehrer versteht die Jugendsozialarbeit an Schulen auch als eine Art Prävention. «Es ist eine Jugendhilfe vor Ort», sagt sie. Sie glaubt, dass so Dinge erkannt werden können, bevor sie eskalieren. «Ich hoffe, dass wir so einiges auch auffangen können.»

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