Heimenkirch / Lindau
Wenn die Liebe Kapriolen schlägt

Wenn man jung und bis über beide Ohren verknallt ist, dann macht man schon mal verrückte Sachen, um das Herz eines Mädchens zu erobern. Zum Beispiel täuscht man vor, sich an nichts und niemanden erinnern zu können - außer an die Angebetete. So jedenfalls versucht Malte in dem Film «Das süße Arschloch» an Fredi ranzukommen. Gedreht hat den Streifen eine Gruppe von Jugendlichen im Alter von elf bis 16 Jahren, die aus dem Westallgäu, aus Lindau sowie aus Stuttgart kommen. Eine «Allgäu-Stuttgarter Koproduktion» nennt Laurenz Lerch das Projekt.

Der 15-Jährige aus Wolfertshofen (Heimenkirch) hat das Drehbuch geschrieben und zusammen mit seiner besten Freundin aus Kindheitstagen, Clara Böhm aus Stuttgart, die Idee zu dem Projekt gehabt. «Wir haben in den Ferien immer wieder kleine Filme zusammen gedreht. Dann kam der Wunsch auf, auch mal eine größere Sache zu machen», erinnert sich Laurenz. Im Januar haben sie die Arbeit aufgenommen.

Eine Stunde und 43 Minuten lang ist der Jugendstreifen über die Liebe und ihre Kapriolen geworden. 124 Seiten hat Laurenz dafür in drei Monaten geschrieben, mit insgesamt 93 Szenen. Ursprünglich wollte er, der im Film eine Nebenrolle spielt, auch die Regie führen. «Am Schluss war es aber ein Gemeinschaftsprojekt aller Beteiligten», sagt er. Nur weil jeder seine Fähigkeiten eingebracht habe, konnte das Projekt erfolgreich beendet werden.

Ob Kamera, Schnitt oder Darstellung - alles ist die Arbeit von Jugendlichen. Geschluckt hat der Dreh ein Budget von etwa 1000 Euro, welches von Sponsoren - vor allem aus der Verwandtschaft - kam. Da musste natürlich auch viel improvisiert werden. Etwa mit Mikrofonen, die an Besenstiele gebunden wurden.

Gedreht wurde in den Pfingstferien. Vier Tage in Lindau und im Allgäu. Dann ist die Crew von insgesamt 30 Personen nach Stuttgart gefahren, um dort weitere sechs Tage zu drehen. Von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends standen die Darsteller vor der Kamera.

Nächstes Projekt geplant

Nach langen Wochen des Schneidens feierte der Film dann am 19. September im Gemeindesaal in Ostfildern (Vorort von Stuttgart) Premiere. Auf einem Teppich aus roter Tapete seien sie eingelaufen, erzählt Laurenz, der unter anderem bei der «Kulisse 21» in Heimenkirch Theater spielt. «Ich schreibe schon am Drehbuch für unser neues Projekt», erklärt der Gymnasiast Laurenz. Darin soll es weniger lustig zugehen, denn Gewalt und Zivilcourage werden das Thema sein.

Termin: Der Film wird am heutigen Samstag ab 20 Uhr im Musiksaal des Valentin-Heider-Gymnasiums Lindau gezeigt.

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