Silvester
Wenn der Hahn den Fuchs jagt

Mit bunten Kostümen feierte kürzlich der Kaufbeurer Verein der Russlanddeutschen ein Silvesterfest für Kinder. «Das Silvesterkinderfest war in Russland immer ein Maskenball», erklärt Rosalia Walter. Viele Kinder folgten dieser Tradition und kamen verkleidet als Indianer, Cowboys und Prinzessinnen in das Gablonzer Haus. Dort erwarteten sie Spiele, ein Theaterstück und Geschenke: Am Ende des Festes bekam jedes Kind eine Tüte mit Süßigkeiten.

Russisches Volksmärchen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand allerdings die Aufführung des russischen Volksmärchens «Eine Waldhütte». Vor einem Monat haben die Mitwirkenden mit den Proben begonnen und sich seither regelmäßig getroffen, erzählt Rosalia Walter, die das Fest mitorganisierte.

Fabel als Grundlage

Bei dem Theaterstück handelt es sich um eine Fabel: Ein kleines Häschen wird von einem Fuchs aus seiner Hütte vertrieben. Die Artgenossen des Hasen können ihm bei der Rückeroberung nicht helfen - ihre Angst vor dem schlauen Jäger ist zu groß. Glücklicherweise verfügt der Hase aber über weitere Freunde: Der Eisbär läuft noch vor dem Fuchs davon, der tapfere Hahn lässt sich jedoch nicht einschüchtern. Er jagt den Eindringling kurzerhand aus der Hütte.

Auch wenn die meisten mittlerweile in der deutschen Kultur zu Hause sind, sei es ihr wichtig, dass die Kinder den Kontakt zu den russischen Traditionen nicht verlieren, sagt Rosalia Walter. Dass die Eltern ähnlich denken, bewies die große Zahl der Besucher: Die Teilnehmer reisten nicht nur aus Kaufbeuren, sondern auch aus Kempten an. Rund 100 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren waren laut Walter bei der Vorstellung am Vormittag dabei. Am späten Nachmittag, als die älteren Kinder feierten, kamen zwar weniger Gäste, aber es waren immer noch genug, um den geräumigen Saal zu füllen.

Schneebälle aus Stoff

Nach dem Theaterstück durften die Kinder selbst aktiv werden: In einem großen Kreis tanzten sie zu russischen Volksliedern um den Weihnachtsbaum, der in der Mitte des Saales stand.

Und mit Schneebällen aus Stoff bewarfen sie den Weihnachtsmann, der vorgab, unter seinem dicken Mantel zu schwitzen. Eine weitere Tradition, die bei den jungen Gästen für Begeisterung und Gelächter sorgte.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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