Immenstadt
«Wenn der Ärger kommt: bloß weg von lebenden Menschen»

«Einander besser verstehen»: Unter diesem Motto referierte Kommunikationstrainer Michael Rossié jüngst im Immenstädter Hofgarten. Organisiert hatten den Abend die Streitschlichter des Immenstädter Gymnasiums. Zuvor hatte der Münchner Experte bereits zwei Seminare für die Schüler abgehalten. Es handelte sich um die erste Veranstaltung, die die Streitschlichter organisiert hatten.

Rossié arbeitet seit fast 20 Jahren als Sprech- und Kommunikationstrainer. In seinem Vortrag befasste er sich vor allem mit Missverständnissen innerhalb der Familie.

Wenn die Kommunikation zwischen Familienmitgliedern nicht klappt, liege das meist daran, dass der Mensch auf zwei Ebenen kommuniziert: auf der Sach- und der Beziehungsebene. Wenn der Sohn beim Familienrat sagt: «Ach, das bringt doch nichts», dann bedeute das nicht unbedingt, dass er das Familiengespräch für sinnlos hält. Vielleicht habe einfach vor zehn Minuten seine Lieblingsfernsehserie angefangen, die er nicht verpassen will, erklärte Rossié. Reden sollte man miteinander, empfiehlt der Kommunikationstrainer - und zwar über das, was den einen am anderen stört, also auf der Beziehungsebene.

Trotzdem: Wenn man wütend ist, könne man kein vernünftiges Gespräch führen. Deshalb rät Rossié: «Wenn der Ärger kommt: bloß weg von lebenden Menschen.» Sport helfe, sich erst mal abzureagieren - man könne aber auch einmal «eine Eiche anbrüllen».

Rossié erklärte humorvoll anhand von alltäglichen Beispielen. Das Publikum schien sich wiederzuerkennen, man hörte manchen Zuhörer raunen: «Ja, das kenn' ich!»

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