Kaufbeuren
Wenn das Herz nicht mehr im Takt schlägt

Für 1,5 Millionen Euro wird am Kaufbeurer Klinikum ein zweites Linksherzkatheterlabor eingerichtet. Es soll am 1. April 2010 fertiggestellt sein. Damit verbessere sich die Versorgung der Patienten in Stadt und Land erheblich, so Ludwig Lederle, kommissarischer Stellvertreter des Vorstands der Kliniken Ostallgäu/Kaufbeuren bei der Vorstellung des Vorhabens. Mit dem neuen Gerät könne das Krankenhaus in diesem Bereich den gleichen Versorgungsstandard bieten wie etwa München-Großhadern. Zugleich zeigte sich Lederle stolz, dass die Kaufbeurer Kardiologie mit Dr. Marcus Koller «einen international anerkannten Experten» ab dem 1. April 2010 als späteren Nachfolger für Dr. Andreas Überreiter gewinnen konnte. Überreiter scheidet Ende August 2011 aus Altersgründen aus.

Forschung in New York

Der 41-jährige Koller stammt aus Weiden/Oberpfalz und war unter anderem schon als Forscher in New York tätig. Lange arbeitete er in den Herzzentren in Würzburg und Neustadt an der Saale (zuletzt als leitender Oberarzt).

Sein Spezialgebiet ist die Elektrophysiologie (siehe Wortweiser), die die Behandlung von gefährlichen Herzrhythmusstörungen zum Ziel hat. An diesen sterben jährlich in Deutschland Tausende von Menschen. Koller zieht zur Erklärung der Elektrophysiologie den Vergleich mit einem Auto heran. Der Motor sei das Herz. Und die Elektrophysiologie kümmere sich um die Elektrik. Wenn diese nicht mehr funktioniert, steht der Motor still. Die Elektrophysiologie erspare Patienten teils schwere Operationen und dauerhafte Medikamenteneinnahmen.

Das bereits existierende Labor bleibt aber bestehen und dient unter anderem der 24-Stunden-Notfallversorgung bei Herzinfarkten.

2670 Patienten heuer

Die Zahl der Patienten in der Kardiologie wächst seit Jahren und wird es wohl weiter tun: 2009 sollen es 2670 Behandelte sein und schon 2010 geht der Vorstand von 3285 Patienten aus.

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