Allgäu
Wenn Bewegung einfach nur Spaß macht

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Vor 20 Jahren ist der olympische Gedanke in Füssen eingezogen: in Form der Stadtolympiade. Einst mit 142 Aktiven gestartet, haben sich die «Füssener Sporttage» zum sportlichen Höhepunkt des Jahres entwickelt. Auch in diesem Jahr wird das Ereignis in der Zeit vom 1. bis 10. Juli wieder mehrere hundert Sportler anziehen und dabei Sport und Geselligkeit miteinander verbinden. Zwei Jahrzehnte lang hat die Stadtolympiade Sportler aus Füssen und Umgebung zusammengeführt. In einer kleinen Serie erzählen Sportler ihre Geschichte. Heute: Marlies und Karlheinz Adam.

Füssen Rudern, Stockschießen, Luftgewehrschießen, Schwimmen, Radfahren und Laufen sind die Disziplinen, die die Starter im Einzel bei der Stadtolympiade zu bewältigen haben. Marlies und Karlheinz Adam freuen sich auf die Tage: «Es macht einfach Spaß, gemeinsam mit der jungen Generation unterwegs zu sein». Seit 46 Jahren sind die beiden Geher gemeinsam unterwegs und kennen auch vor den Füssener Sporttagen keinen Trainingsstress. Ihr Mann, sagt Marlies, besitzt vielleicht ein wenig mehr Ehrgeiz, «aber extra auf die Wettkämpfe hin trainieren werden wir nicht». Das Gehen ist ihre Leidenschaft, die sie vor vielen Jahren zusammengeführt hat. Noch immer starten sie in der olympischen Disziplin bei Wettkämpfen für den Verein in Breitenbrunn. Zum 19.

Mal sind die Adams in diesem Jahr aktiv bei den Sporttagen mit dabei - und genießen die Kameradschaft und Geselligkeit, die für sie ein wesentlicher Anreiz sind, das Geschehen mitzuerleben.

Nur einmal haben die Adams bisher den Start versäumt - im vergangenen Jahr. Der Grund war ein kleiner Fehler in der Urlaubsplanung: Weil das Ehepaar den Urlaub frühzeitig in trockenen Tüchern haben wollte, wurde bereits im Januar gebucht. «Ausgerechnet die Sporttage haben wir bei der Buchung übersehen», so Marlies Adam. Das Paar nimmt es sportlich - und ist dieses Jahr wieder ganz normal dabei.

«Früher waren es wesentlich mehr Teilnehmer in unserer Altersgruppe», versichern beide. «Und das Beste waren die Siegerehrungen im Klosterhof. Das war einfach stimmungsvoll und viel emotionaler.» Vor allem Marlies ist dankbar, dass sie nach einer gesundheitlichen Durststrecke jeden Tag in der Frühe aufstehen und ihr Mindestpensum beim Radeln in die Stadt absolvieren kann. «Die Bewegung macht uns einfach Spaß und wir wissen, dass es ein Geschenk ist, morgens aufstehen und den Tag genießen zu können.» Das Rezept dafür ist einfach. «Wir benötigen keine extra Klamotten oder große Ausrüstung für unseren Sport. Das gefällt uns.»

Ganz unbefangen gehen sie auch in diesem Jahr wieder an den Start. «Es gibt ja keine Zwänge, kein Zeitlimit. Man sieht für sich selbst, welche Kondition man hat.» Bei dieser Aussage blitzt dann doch ein bisschen Ehrgeiz durch und der 66-jährige Karlheinz lächelt: «Es gibt auch viel Komik bei den Wettbewerben. Wenn ich ans Rudern denke, wie wir mit den Kähnen unterwegs sind und nicht die Spur halten können oder beim Asphaltstockschießen verpatzte Millimeter den Sieg kosten - es ist einfach ein tolles gemeinschaftliches Erlebnis.» Von dieser Begeisterung angesteckt wurden auch die Kinder Stephanie und Hans-Jörg.

Er startet seit Jahren im Team Bauschutt und wird am Freitagmorgen früh aufstehen: Denn dann wird die Statue von Prinzregent Luitpold für die Dauer der Sporttage in ein sportliches Outfit gehüllt. (sr)

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