Klinikum
Weniger Defizit als erwartet

Das Defizit des Memminger Klinikums wird 2010 geringer ausfallen als im Frühjahr prognostiziert. Statt des geschätzten Minus von 1,9 Millionen Euro werden es voraussichtlich nur eine Million Euro sein. Das sagte Verwaltungsleiter Wolfram Firnhaber bei einer Pressekonferenz vor der Jahresabschlussfeier des Krankenhauses.

Ein Grund für das geringere Defizit ist nach seinen Worten der Umstand, dass etwa 300 Personen mehr behandelt wurden als 2009. Insgesamt waren es heuer rund 22000 stationäre Patienten. Laut dem Ärztlichen Direktor, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer, resultiert das Minus nicht aus dem Tagesgeschäft, sondern kommt durch Investitionen und Ausgaben für Altersteilzeit zustande. Im Jahr 2009 betrug das Gesamtdefizit 1,4 Millionen Euro. Grund war laut der Klinik damals eine für die Altersteilzeit vorgenommene Rückstellung in gleicher Höhe. In den vorangegangenen Jahren war es dem Klinikum stets gelungen, ein prognostiziertes Defizit zu vermeiden.

Darüber hinaus sprach Professor Pfeiffer von einem arbeitsreichen und erfolgreichen Jahr 2010. So habe das Klinikum heuer drei Meilensteine hinter sich gebracht. Dies waren die Einführung einer Hauptabteilung für Neurologie, die Zertifizierung des neuen Kontinenz-Beckenboden-Zentrums sowie die Gesamtzertifizierung des Klinikums.

«Ausdruck für Transparenz»

Letztere ist in den Augen des Ärztlichen Direktors ein «Ausdruck für Fachkompetenz und Transparenz». Ferner sei nicht auszuschließen, dass bestimmte Leistungen der Krankenkassen künftig nur noch an zertifizierte Kliniken gezahlt werden.

Laut Sylvie Schraut und Peter Königsberger von der Abteilung Qualitätsmanagement wurde für die Zertifizierung ein Jahr lang unter anderem an Verbesserungen der Arbeitsprozesse gearbeitet.

Beim neuen Kontinenz-Beckenboden-Zentrum arbeiten laut Oberarzt Dr. Josef Lang sechs Fachabteilungen zusammen, um für die Patienten die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Dazu gehören neben der Gynäkologie und der Urologie zum Beispiel auch die Physiotherapie und die Pädiatrie (Kinder- und Jugendmedizin). Nach Langs Worten ist die Memminger Klinik die erste in Schwaben, die ein zertifiziertes Kontinenz-Beckenboden-Zentrum hat.

«Längst überfällig» war laut Pfeiffer die neue neurologische Abteilung, die vor etwa vier Monaten die Arbeit aufnahm (wir berichteten). Laut dem zuständigen Chefarzt Dr. Christoph Lichy wurden seither etwa 320 Patienten in der Abteilung stationär behandelt, was einer fast hundertprozentigen Nutzung der Kapazitäten entspreche.

Dank an Dr. Johann Böckh

Bei der Feier wurde auch das Engagement von Dr. Johann Böckh gewürdigt, der nächstes Jahr nach über 27 Jahren als Personalratsvorsitzender am Klinikum in den Ruhestand geht. Offiziell verabschiedet wird Böckh im März.

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