Buchloe
Wenig Kurzarbeit in Buchloe

Trotz anhaltender Wirtschaftskrise sind Buchloe und das Umland von Kurzarbeit bislang kaum betroffen. Wie Gerhard Funke von der Agentur für Arbeit in Kaufbeuren bestätigte, wird in der Gennachstadt in nur vier Firmen kurz gearbeitet, zwei weitere befinden sich in Waal. Dabei handle es sich jedoch vorwiegend um kleinere Betriebe. Die BZ hat bei den größeren Arbeitgebern in der Region nachgefragt, wie deren wirtschaftliche Lage sich derzeit darstellt.

Alpina: - «Es ist klar, dass die Wirtschaftskrise nicht spurlos an uns vorbei geht», meint Karlheinz Göhner, Leiter der Abteilung Personal- und Rechnungswesen beim Buchloer Automobilhersteller und Weinhändler. In einigen Bereichen werde Kurzarbeit gefahren, circa 40 der rund 200 Beschäftigten seien betroffen. Der gegenwärtige weltweite Auftragseingang - Alpina produziert nur auftragsbezogen und nicht auf Lager - lasse eine baldige Reduzierung der Kurzarbeit nicht erwarten, so Göhner. Trotz allem hofft er, dass gegen Ende des laufenden, spätestens jedoch zum Beginn des kommenden Jahres Besserung eintritt.

Hörmann: Bisher ist die Wirtschaftskrise am Stall-, Hallen- und Fotovoltaikanlagenbauer weitgehend vorbei gegangen. «Für dieses Jahr sind wir noch mehr als gut beschäftigt», erzählt Geschäftsführer Rolf Hörmann. Keiner der rund 250 Mitarbeiter befinde sich momentan in Kurzarbeit. Ein ganz dickes Fragezeichens stehe jedoch hinter dem kommenden Jahr. «Bei den Fotovoltaikanlagen sind wir optimistisch, beim Stallbau rechnen wir jedoch mit einem deutlichen Auftragsrückgang.» Durch einen Zuwachs beim gewerblichen und landwirtschaftlichen Hallenbau wolle man das jedoch auffangen. «In die entsprechenden Produktionsanlagen hat die Firma in diesem Jahr fleißig investiert», so Hörmann.

Hirschvogel: Die wirtschaftliche Lage bei Hirschvogel in Denklingen und Schongau hat sich nach schwierigen Monaten entspannt. Beide Häuser profitieren nach eigenen Angaben einerseits von einer gestiegenen Marktnachfrage aufgrund der Abwrackprämie, andererseits bewähre sich die breite Kunden- und Produktstruktur. «Wegen der gestiegenen Nachfrage seitens unserer Hauptkunden sowie der Urlaubszeit arbeiten bereits im Juli nicht mehr alle Abteilungen kurz», sagt Josef Baumeister, Geschäftsführer der Hirschvogel-Holding. «Im August setzen wir die Kurzarbeit ganz aus.»

Hilti: Der Werkzeughersteller und Spezialist für Befestigungstechnik in Kaufering beabsichtigt laut Pressesprecherin Jessica Nowak, die noch bis September beantragte Kurzarbeit um sechs Monate zu verlängern. Im Schnitt werde etwa 20 Prozent weniger gearbeitet.

Klausner: Bis zum 31. September wird die Kurzarbeit bei Klausner Holz Bayern in Landsberg verlängert. Produziert wird laut Unternehmensangaben nicht. Da mittlerweile aber weniger Holz auf dem Markt sei, bessere sich dort die Auftragslage. Von der Verpackungsindustrie sei hingegen ein Rückgang der Aufträge zu verzeichnen.

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