Schwangau
Weltmeisterschaft im Anflug

Obwohl die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft im Drachenfliegen auf Hochtouren laufen, war der Himmel über Schwangau in den vergangenen Tagen meist leer. Aufgrund des schlechten Wetters blieben die Piloten auf dem Boden. «Die Ruhe vor dem Sturm», machte Organisator Benno Osowski mit Blick auf die am Sonntag (17 Uhr) mit der Eröffnungsfeier im Festzelt am Tegelberg beginnende WM Mut. Am Montag sollen die Teilnehmer erstmals in die Luft.

Piloten Mehr als 100 Piloten aus über 20 Nationen kommen nach Schwangau, um in drei Disziplinen die Weltmeister zu finden. Die Flieger sind aus aller Herren Länder; darunter auch Exoten aus Japan, Kolumbien sowie Kasachstan. Am Start sind jedoch auch zwei Lokalmatadoren: der Füssener Andreas Becker sowie Bob Baier aus Pfronten. Und das Beste: Beide Piloten haben Chancen auf Edelmetall.

Disziplinen In drei Kategorien werden Medaillen ausgeflogen: Königsklasse ist die Kategorie Starrflügler, in der die Männer antreten. Mit flexiblen Drachen sind die Frauen unterwegs. Erstmals bei einer WM gibt es die Klasse Swift - Starrflügler mit Cockpit.

Favoriten Bei den Frauen sind die Deutschen das Maß aller Dinge. Sechsmal in Folge haben sie die Teamwertung gewonnen, hoffen auf Titel Nummer sieben. Im Einzel ist Corinna Schwiegershausen (München) amtierende Weltmeisterin. Die größte Konkurrenz kommt aus Japan. «Auch Russland und England sind nicht zu unterschätzen», so Osowski. Bei den Männern liegt das Feld noch dichter beisammen. Gute Aussichten hat neben Weltmeister Alex Ploner (Italien) auch Tim Grabowski (Schwarzwald), der die Weltrangliste anführt. In der Klasse Swift gehört Bob Baier zu den Titel-Anwärtern.

Wertung Im Idealfall finden zwölf Wertungsflüge statt. Da aber nur bei gutem Wetter geflogen werden kann, gibt es keine vorgeschriebene Anzahl. «Wir hoffen, dass wir zumindest an sechs Tagen fliegen können», gibt sich Osowski bescheiden. Zumal zwölf Flüge in nur zwölf Tagen auch für Spitzensportler zu viel des Guten wären. «Körperlich ist das kaum machbar», sagt der Organisator, selbst erfahrener Pilot.

Rahmenprogramm Ziel der Veranstalter war stets, die Bevölkerung einzubeziehen - und damit neue Maßstäbe zu setzen. Bei bisherigen Weltmeisterschaften war das aufgrund der abgeschiedenen Orte in den Bergen kaum möglich. «Wir haben hier in Schwangau beste Bedingungen, die WM als Zuschauer hautnah mitzuerleben», so Osowski. Starts können auf dem Tegelberg live verfolgt werden, ebenso die Landung am Fuß des Berges.

Zudem gibt es erstmals eine Großbildleinwand, von der die Besucher die Flüge live (und fachkundig kommentiert) verfolgen können. Tandemflüge werden für diejenigen angeboten, die selbst einmal in die Luft gehen wollen. Frühschoppen, Partys und Konzerte runden das Rahmenprogramm im Festzelt ab - der Eintritt ist jeweils frei.

www.wmtegelberg2010.de

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