Landratswahl
Weirather punktet vor Herausforderin Marita Kaiser

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Exakt 404 Teilnehmer sind bei einer Umfrage über die beiden Landratskandidaten befragt worden, die unsere Zeitung in Auftrag gegeben hat. Wie berichtet, ging es zunächst grundsätzlich darum, ob sie Amtsinhaber Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) oder seiner Herausforderin Marita Kaiser (CSU) den Vorzug geben würden. Dabei lag Weirather mit 40 Prozent deutlich vor Kaiser (19 Prozent).

Wir wollten aber auch wissen, welche Kompetenzen die Befragten welchem Bewerber am ehesten zuschreiben oder wen sie für bürgernäher halten. Die Tendenz war eindeutig: Bei allen Fragen lag der Amtsinhaber vor seiner Herausforderin (siehe Grafiken).

Warum ihm in den Augen der Befragten eher zugetraut wird, den Fortbestand der beiden Kreiskliniken zu sichern, begründet Hans-Joachim Weirather mit seinem Konzept, das eine 'unmissverständliche Ansage' sei. 'Ich finde es positiv, wenn das auch bei den Leuten so ankommt', so Weirather. Wie berichtet, strebt der Landrat eine gemeinsame Trägerschaft mit dem Memminger Klinikum an.

'Das gilt es nachzuholen'

Seine Herausforderin glaubt angesichts der 43 Prozent der Befragten, die keine Angaben zur Kliniken-Frage gemacht hatten, dass die Menschen noch nicht ausreichend über das Thema informiert sind: 'Das gilt es nachzuholen.'

Ihr Abschneiden bei der Frage nach der Wirtschaftskompetenz kommentiert Kaiser so: 'Vielleicht liegt es daran, dass man einem Mann diese Dinge zunächst eher zutraut als einer Frau.' Dabei habe sie auf diesem Gebiet große Erfahrungen.

In dem Zusammenhang verweist sie auf ihre ehemalige Tätigkeit als Geschäftsführerin der 'Innovationsregion Ulm'. Das Ergebnis sei in jedem Fall ein guter Hinweis, um das Thema Wirtschaft im Wahlkampf noch mehr in den Vordergrund zu rücken, so Kaiser.

Beim Thema Bürgernähe listet Weirather auf, dass er rund 90 Prozent aller Abende im Jahr im und für den Landkreis unterwegs sei – 'inklusive Feiertage und Wochenende', so der Landrat. Sein Grundsatz sei dabei: 'Wenn ich bei einer Veranstaltung bin, dann bin ich da von Anfang bis Ende.'

Er wolle schließlich nicht nur 'künstliche Nähe' symbolisieren. Kaiser nennt den 'Amtsbonus' als einen wichtigen Faktor bei diesem Umfrage-Ergebnis. Obendrein sei Weirather nun 'bei fast jedem Jubiläum. Das wird derzeit sagenhaft ausgeschlachtet'.

Sie selbst ist mit ihrem Bekanntheitsgrad sehr zufrieden – 58 Prozent der Befragten kennen sie. Im Gegensatz dazu seien 71 Prozent für einen Amtsinhaber 'nun wirklich nicht gerade so doll', sagt Kaiser.

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