Füssen
Weihnachten kennt keine Krise

«Morgen Kinder wirds was geben» - Weihnachten rückt immer näher, die Suche nach passenden Geschenken gewinnt an Bedeutung. Bei einem Rundgang durch die Stadt am Wochenende des ersten Advent fällt jedoch auf, dass sich der Besucherandrang in den Straßen und Gassen in Grenzen halten. Genau wie der Ansturm auf die Geschäfte. Die meisten Inhaber teilen eine Hoffnung: «Es müsste Schnee kommen, dann zieht auch das Geschäft an.»

Elke Schwenger vom gleichnamigen Wäsche- und Bettenhaus ist sich ohnehin sicher, dass es in den kommenden Wochenenden besser wird. Das sei schon all die Jahre so gewesen. «Die Menschen machen sich viele Gedanken über Geschenke und kaufen dann bewusst ein.» Dabei legten viele Wert auf Qualität und nicht zuletzt Individualität. «Geschenke sind nach wie vor im Trend und deshalb spüren wir von der Krise nichts», so die Geschäftsfrau. Ob die Geschenke dafür kleiner Ausfallen? «Nein», widerspricht Schwenger. «Bei Geschenken wird nicht gespart, denn ohne Geschenke wäre es doch nix.»

Sorgen um das Weihnachtsgeschäft macht sich auch Marianne Syrkos, die Besitzerin eines exklusivem Wäscheladens, nicht. «Es ist doch ein schöner Brauch, an Weihnachten Geschenke unter dem Baum zu finden», glaubt sie an die Kauflust ihrer Kunden. Die versucht sie mit vorweihnachtlichen Angeboten zu locken - und das komme erfahrungsgemäß an, die Kunden kommen. Nachdem am morgen noch fast gähnende Leere bei Sport Keller herrschte, wird es gegen Mittag voller. Sibylle Keller kennt das aus den vorherigen Jahren. Ohnehin: Die Adventszeit sei nicht die umsatzstärkste Zeit. «Das ist bei uns erst nach Weihnachten, wenn wieder mehr Gäste da sind», erklärt sie.

«Klar, uns fehlt der Schnee, aber wir sind zuversichtlich», sagt sie und verweist auf die erfolgreiche Taleraktion der Werbegemeinschaft Füssen. Für alle Unentschlossenen hat die Geschäftsfrau einen heißen Tipp: «Es gibt Einkaufsgutscheine von der Werbegemeinschaft, die in allen teilnehmenden Geschäften eingelöst werden können. Für Dorothea Jesdinszki von Handarbeiten Bruggesser stellt sich die Frage nach der Umsatzsteigerung durch Weihnachten kaum. Handarbeit, insbesondere das Stricken, erlebe eine echte Renaissance und sei das ganz Jahr über aktuell, sagt sie. Und ergänzt: «Frauen stricken zurzeit mit Begeisterung Accessoires für das winterliche Outfit, auch für Freunde und Verwandte». Hier wären jedoch kalte Temperaturen ein Umsatz-Helfer.

Das klassische Weihnachtsgeschäft gibt es auch für Thomas Ziener von Schuh Wolf nicht mehr. «Schuhe werden heute nach Bedarf gekauft», erklärt er. «Klar, liefe es besser, wenn wir schon Schnee hätten.» Während sich die Kunden früher schnell mal zu einem Lustkauf entschlossen hätten, werde nun mehr auf Nutzen und Qualität geachtet, hat der Geschäftsmann einen Trend ausgemacht.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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