Weichen gestellt für «Hegge Nord»

Von Silvia Reich-Recla
| Waltenhofen Vor sechs Jahren schlugen die Wogen hoch, als sich der Gemeinderat Waltenhofen für die Ansiedlung eines Großhandelsmarktes am nördlichen Ortsrand von Waltenhofen (bei Weiberg) aussprach. Nicht zuletzt wegen der großen Widerstände seitens der Stadt Kempten und des Einzelhandels rückte das Unternehmen Metro von seinem Vorhaben wieder ab. Seitdem sitzt die Gemeinde Waltenhofen auf dem 4,1 Hektar großen Areal fest. Aber wohl nicht mehr allzu lang. Es gibt eine neue Planung fürs Gewerbegebiet «Hegge Nord» und die wurde vom Gemeinderat Waltenhofen einstimmig gebilligt. Was hat sich gegenüber der früheren Planung geändert?

Blatt hat sich gewendet

Die neue Vorplanung sieht eine Einfahrt zum Areal direkt im Anschluss an den Weiler Weiberg vor. In der früheren Planung war die Erschließung weiter nördlich vorgesehen. Genau dort, wo die Stadt Kempten noch ein knapp 500 Quadratmeter großes Grundstück besitzt, und zwar einen Fußweg. Die Gemeinde Waltenhofen konnte deshalb über das Gewerbegebiet nicht alleine entscheiden. Jetzt allerdings, durch die neue Zufahrtsplanung, hat sich das Blatt gewendet. Harscher: «Wir brauchen das städtische Grundstück nicht mehr unbedingt, hoffen aber dennoch, es von Kempten abkaufen zu können.» Gespräche habe es bereits gegeben. Der Rathauschef zeigte sich zuversichtlich, dass es bald eine Einigung geben könnte.

Wenn allerdings nicht, so lässt er durchblicken, dann werde das Gewerbegebiet eben ein Stück kleiner, ohne das im Norden gelegene Areal der Stadt mitzuberücksichtigen beziehungsweise als ökologische Ausgleichsfläche mit einzuplanen.

Derzeit keine Alternative

Ob es denn Alternativflächen zum Areal bei Weiberg gebe, wollte Gemeinderat Heinz Möschel wissen. Im Gewerbegebiet Lanzen sei jedes Grundstück verkauft und auch sonst keine Flächen im Bauleitverfahren, sagte Harscher. Den (noch) in Besitz der Stadt befindlichen Fußweg solle man erweitern und auch für Radfahrer an der Bahnlinie entlang bis «Am Durchlass» in Hegge weiterführen, regte Gemeinderat Stefan Sommer an. Genau das sei auch Bestand der Vorplanung unterstützte Bauamtsleiter Martin Gregg die Idee.

Peter Harsch wiederum machte darauf aufmerksam, dass der Untergrund von Quellen durchzogen sei. Ein großes Wasserbecken oder ein Teich sollte eingeplant werden, um das Wasser aufzufangen.

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