Untersuchung
Weibliche Führungskräfte im Allgäu auf dem Vormarsch

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Von Gleichstand mit den Männern ist noch lange nicht die Rede. Aber ganz langsam nimmt die Zahl der Frauen, die im Allgäu bei mittelständischen Unternehmen in den obersten Führungs-Etagen vertreten sind, zu. Inzwischen liegt die Quote bei 20,1 Prozent. Das bedeutet, in jedem fünften Betrieb sitzt zumindest eine Dame mit an den Hebeln der Macht. Der Allgäuer Wert liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt (18,9) Prozent.

Wie steht es mit der Frauenbeteiligung im Mittelstand, der die weitaus größte Zahl der Unternehmen in den Landkreisen Lindau, Unterallgäu, Oberallgäu, Ostallgäu und den kreisfreien Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen ausmacht? Das wollte das Wirtschaftsauskunft- und Inkasso-Unternehmen Creditreform Kempten in einer Untersuchung wissen. Das Ergebnis: Bei jedem fünften mittelständischen Unternehmen in der Region (20,1 Prozent) ist zumindest eine Frau in der obersten Führungsebene vertreten.

Deutlich geringer

In Abgrenzung zu sehr großen Unternehmen wird der regionale Mittelstand demnach häufiger von einer Frau geführt. So weisen Großunternehmen mit einer Bilanzsumme von über 43 Millionen Euro einen deutlich geringeren Frauenanteil in der obersten Führungsriege auf.

Nur in zwei der registrierten 32 Großunternehmen in der Region ist eine Frau im Top-Management vertreten.

4800 Firmen befragt

Der Anteil der Unternehmen, in denen eine Frau als Unternehmer beziehungsweise Führungskraft tätig ist, fällt bei kleineren Betrieben höher aus als bei großen. Die Angaben beruhen auf mehr als 4800 repräsentativ ausgewählten Unternehmen in der Allgäuer Region mit einer Bilanzsumme von bis zu 43 Millionen Euro. Unternehmen dieser Größenklasse sind meist inhabergeführt oder Familienunternehmen und verfügen selten über angestellte Manager.

Unterteilt nach Wirtschaftsbereichen sind weibliche Führungskräfte in mittelständischen Betrieben am stärksten vertreten im Gastgewerbe mit 36,8 Prozent, gefolgt vom Gründungs- und Wohnungswesen mit 30,0 Prozent und der Land- und Forstwirtschaft (28,6 Prozent). Am wenigsten finden sich Frauen in den Führungsriegen regionaler Mittelständler in den Bereichen Bauwirtschaft (10,6 Prozent der Unternehmen), Energiewirtschaft (11,5 Prozent) sowie im Transport- und Logistiksektor (11,8 Prozent).

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